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Pirna beseitigt seine größte Staufalle – vorerst

Die Seidewitzbrücke ist fast fertig. Donnerstag kann der Verkehr wieder rollen. Doch schon im April ist dannwohl die Zehistaer Straße dicht.

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Von Alexander Müller

So richtig glauben kann man das als Beobachter derzeit noch nicht. „Die Brücke ist praktisch fertig“, erklärt Uwe Schädlich, Pirnas Fachgruppenleiter für Bau. Derzeit herrscht aber noch ein Gewimmel von Baufahrzeugen, die den Asphaltbelag auftragen. Zudem fehlen noch das Geländer, die Zäune und die Beleuchtung. Doch das sind alles nur Restarbeiten, und so kündigt Uwe Schädlich an: „Kommenden Donnerstag, um zehn, geben wir die Brücke frei.“ Ende Mai dieses Jahres starteten die Bauarbeiten im Bereich der Zehistaer Straße/Einsteinstraße mit dem Neubau der Stahlbetonbrücke über die Seidewitz. Auf der nun breiteren Brücke finden beidseitig ausreichend breite Gehwege Platz. Die Baukosten für die Brücke betragen rund 620000 Euro. 75 Prozent (rund 430000 Euro) kommen aus einem europäischen Förderprogramm.

Neue Vollsperrung in Sicht

Mit der Öffnung der Einsteinstraße beseitigt Pirna seine derzeit größte Staufalle. Doch die freie Fahrt ist nur von kurzer Dauer. Bereits im kommenden Jahr folgen der Neubau der Brücke über die Gottleuba und der Ausbau der Zehistaer Straße vor der Aral-Tankstelle. Während der Bauzeit von April bis November ist die Verbindung von der Zehistaer Straße zur Rottwerndorfer Straße für den Verkehr komplett gesperrt. Die Ausweichroute über die Einsteinstraße soll jedoch während der Bauzeit im gesamten Zeitraum zur Verfügung stehen.

Allerdings ist auch danach noch nicht Schluss mit den Arbeiten an diesem Verkehrsknoten. 2013 ist im Anschluss die Umgestaltung des Knotenpunktes Zehistaer Straße/Einsteinstraße zum Kreisverkehr vorgesehen. Übergänge für Radfahrer und Fußgänger an den Zu- bzw. Ausfahrten des Kreisverkehrs sollen zusätzlich die Verkehrssicherheit erhöhen. Mit dem Anschluss der Zehistaer Straße wird auch der Eisenbahnübergang in Höhe der Zufahrt zum Gebäude des Landratsamtes abgerissen. Die Straße bekommt in diesem Bereich eine Decklagenerneuerung mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Meter. Der Neubau eines weiteren Kreisverkehrs am Knotenpunkt Zehistaer Straße/Rottwerndorfer Straße und der Ausbau der Rottwerndorfer Straße bis zur Clara-Zetkin-Straße ist zwar gewünscht, aber noch nicht beschlossen. Die Kreuzungsbereiche und die sich anschließenden Straßen befinden sich derzeit in einem schlechten baulichen Zustand. Die Fahrbahn ist deformiert. In den Deckschichtbelägen sind Risse und Ausbrüche deutlich zu erkennen.