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Pirna

Garten-Artikel besonders begehrt

Baumärkte zwischen Pirna und Neustadt haben enormen Zulauf. Das hängt auch mit der Corona-Krise zusammen. Ab Montag sind sie zu.

Am Freitag bildeten sich keine langen Schlangen vor dem Obi-Baumarkt in Pirna. Das soll die Tage davor anders gewesen sein.
Am Freitag bildeten sich keine langen Schlangen vor dem Obi-Baumarkt in Pirna. Das soll die Tage davor anders gewesen sein. © Daniel Schäfer

Sächsische.de  schaute sich in Baumärkten in der Sächsischen Schweiz um. Ab Montag sind die geschlossen. Grund genug, nochmal richtig zuzuschlagen?

Von einem Massenandrang ist im Toom-Baumarkt neben dem Kaufland in Copitz  nichts zu bemerken. Nur eine Kasse ist geöffnet.  Trotzdem stellt ein Angestellter fest, dass jetzt vermehrt eingekauft wird. "Besonders Gartenartikel sind gefragt", meint er und wird dann zur Information gerufen. Stimmt. In der Freilandabteilung packt eine Familie gerade ihren Wagen mit Stiefmütterchen voll. "Dann können wir uns beschäftigen, wenn wir bald ohnehin eventuell zu Hause bleiben müssen", meint die Mutter. Ebenfalls fündig geworden ist an diesem Vormittag ein Herr, der mehrere Lamellenabdeckungen gekauft hat. "Die kann ich alle in Ruhe montieren. So muss ich mich jedenfalls zu Hause nicht langweilen", meint er mit einem verschmitzten Lächeln und lädt die gesamte Fuhre in seinen Kleintransporter.

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Ortswechsel innerhalb von Pirna. In dem großen Obi-Markt an der B 172 herrscht normaler Betrieb. "Es werden mehr Primeln gekauft, aber heute im Rahmen", berichtet ein Angestellter. Das sei in den vergangenen Tagen anders gewesen. Um die Obi-Mitarbeiter zu schützen, hat die Marktleitung bereits gehandelt. Es gibt nur noch einen Eingang und einen Ausgang. Um Drängeleien zu vermeiden, ist die Einlasszahl der Kunden begrenzt, was auch kontrolliert wird. An den Kassen wurden Plexiglasscheiben angebracht, damit die Kassiererinnen sich nicht mit dem Virus infizieren. 

Geschubst und gedrängelt wurde im Neustädter Hagebaumarkt bis Donnerstag. Als gäbe es kein Morgen, wurden Farbe, Bretter, Tapeten und Pflanzen hinausgeschleppt. Im Eingangsbereich kam es zu Staus. Deshalb hatte sich die Marktleitung zu einem drastischen Schritt entschlossen. Ein Schild am Eingang weist darauf hin: Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise sehen wir uns gezwungen, den Zugang zu reglementieren. Zumindest am Freitag musste das Personal nicht eingreifen. Gekauft wurden vor allem Pflanzen.Das hatte möglicherweise auch mit den geschlossenen Grenzen zu Tschechien zu tun. Die vietnamesischen Blumenhändler sind im Moment unerreichbar. 

Entspannt war die Situation in der RHG Baustoffe, Bau- und Gartenartikel in Rathmannsdorf. Nur wenige Kunden stöberten in der Gartenabteilung oder im Freigelände. Sicherheitshinweise oder Reglementierungen waren hier noch nicht zu erkennen. Das war der Eindruck vom Freitag. Am Sonnabend könnten die Baumärkte wegen der angekündigten Schließung wieder voller sein. Deshalb: auf die Sicherheitsregeln achten und den Anweisungen des Personals folgen. Nicht drängeln.  Die Baumärkte öffnen auch wieder. (hui, SZ/aw)

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