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"Den Pirnaern hat das Kino gefehlt"

Seit dem 20. Mai hat der Filmpalast Pirna wieder geöffnet. Die Theaterleitung lockt mit einer neuen Reihe.

Theaterleiter Hendrik Schönfeld steht vor dem Filmpalast Pirna.
Theaterleiter Hendrik Schönfeld steht vor dem Filmpalast Pirna. © Norbert Millauer

Darauf haben viele Cineasten gewartet . Der Filmpalast Pirna lädt jetzt wieder zu Vorstellungen und Spannung mit Popcorn ein. Allerdings gelten strenge Hygieneregeln, an die sich die Besucher halten müssen. Sächsische.de sprach mit Theaterleiter Hendrik Schönfeld über die Akzeptanz, ein neues Angebot im Filmpalast und über den Renner im November.

Herr Schönfeld, Kino und Hygieneregeln? Wie funktioniert das?

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Trotz der Einschränkungen, die wir wegen der Corona-Krise beachten müssen, läuft es erstaunlich gut. Den Pirnaern hat das Kino gefehlt. Das merken wir deutlich an den Besucherzahlen, nach der Wiedereröffnung seit dem 20. Mai. Viele kommen, nicht nur aus Pirna, sondern auch aus der Umgebung und auch Urlauber. Die Pirnaer sind, froh, dass sie jetzt wieder ins Kino gehen können.

Welche konkreten Regeln gelten beim Kinobesuch in Ihrem Haus?

Das Wichtigste ist natürlich, dass die Abstandsregel von 1,50 Meter eingehalten wird. Das gewährleisten wir über den Kartenverkauf mit festem Sitzplatz. Eine Reihe wird immer freigelassen. Innerhalb der Reihe verkaufen wir lediglich zwei nebeneinander liegende Plätze und lassen dann drei Sitze frei. So können Paare oder auch beispielsweise Mutter mit Kind zusammen sitzen, haben aber dennoch Abstand zu den anderen Kinobesuchern. Es gilt im gesamten Haus Mund-Nase-Schutz-Pflicht. Erst wenn die Besucher auf ihrem Platz sitzen, dürfen sie den Mundschutz abnehmen, sodass sie ohne Einschränkung den Film genießen können. Die Toilettenbereiche dürfen nur von maximal zwei Besuchern gleichzeitig aufgesucht werden. Das wird auch von unseren Mitarbeitern kontrolliert. Sowohl in den sanitären Bereichen wie auch im Foyer stehen Desinfektionsmittel den Besuchern zur Verfügung. Die Mittagsvorstellungen fallen derzeit aus, um einen Stau im Foyer zu vermeiden.

Haben die Gäste Verständnis?

Ja, ganz eindeutig. Okay, am Anfang gab es auch schon mal die Frage, ob das wirklich notwendig ist. Aber wir reden dann mit den wenigen Skeptikern, erklären und können schließlich überzeugen. Das waren aber wirklich wenige Ausnahmen. Einige Gäste  aus Bayern sagten uns sogar, dass in ihrem Bundesland viel strengere Auflagen gelten und freuten sich über die relativ lockeren Regeln bei uns in Sachsen.

Die Hygieneregeln bedeuten für den Filmpalast einen Mehraufwand und Mehrkosten. Geben Sie diese höheren Kosten an den Kinobesucher weiter?

Nein, im Gegenteil. Wir haben derzeit ein Eröffnungsangebot. Eine Kinokarte für den Erwachsenen kostet statt 9,90 Euro jetzt nur sechs Euro. Ein Kind zahlt fünf Euro.

Der Filmpalast Pirna musste wegen Corona zwei Monate komplett schließen. Wie hoch sind die Verluste?

Das kann ich nicht sagen. Die Zahlen liegen bei der Geschäftsführung. Die Angestellten vor Ort in Pirna sind in Kurzarbeit gegangen.

Was sind die nächsten Höhepunkte im Pirnaer Kino?

Da es ja derzeit fast keine Bundesstarts gibt, machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben. Unter anderem bieten wir die Filme Känguru-Chroniken und Lassie - Eine abenteuerliche Reise an. Aber wir haben auch eine neue Reihe eingeführt und zeigen jeden Sonntag  um 17 Uhr einen Klassiker, wie zum Beispiel Casablanca, Matrix oder Der Zauberer von Oz. Das wird gut angenommen. So richtig los geht es wieder im November. Höhepunkt ist dann sicherlich der neue James-Bond-Streifen "No Time to Die", der auch bei uns laufen wird.

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