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Pirna hat meiste Corona-Intensivpatienten

Mit 25 Fällen liegt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge noch vor Berlin. Dafür gibt es aber eine Erklärung.

Weil die Bavaria-Klinik Kreischa auf die intensivmedizinische Behandlung von Covid-19-Patienten in der Rehabilitation spezialisiert ist, führt der Landkreis Sächsische Schweiz die Statistik an.
Weil die Bavaria-Klinik Kreischa auf die intensivmedizinische Behandlung von Covid-19-Patienten in der Rehabilitation spezialisiert ist, führt der Landkreis Sächsische Schweiz die Statistik an. © SZ-Archiv

Nirgendwo in Deutschland liegen derzeit so viele Corona-Patienten auf der Intensivstation wie im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Am Donnerstagmittag waren es 25, von denen drei beatmet werden mussten. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hervor, kurz: Divi.

Auf Platz zwei folgt Berlin mit 22 Patienten, von denen 16 an Beatmungsgeräten hängen. Dann kommt der Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg; dort liegen zwölf Covid-19-Fälle auf der Intensivstation. Vier davon müssen künstlich beatmet werden.

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Enrico Albrecht, Pressereferent beim Landratsamt in Pirna, hat für die Spitzenstellung eine einfache Erklärung: „Die Patienten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet zur intensivmedizinischen Betreuung in die Rehabilitationsklinik nach Kreischa.“ Aus dem Landkreis stamme nicht ein einziger Fall.

Die Bavaria-Klinik hat nach eigenen Angaben „jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich der intensivmedizinischen Behandlung von schwerstbetroffenen beatmeten Patienten“. Man nehme deshalb am Standort Zscheckwitz Covid-19-Patienten auf, um sie „nach erfolgreicher Beatmungsentwöhnung durch entsprechende Therapien ins normale Leben zurückzubegleiten“.

So berichten wir über die Corona-Krise:

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