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Pirna plant riesigen P+R-Parkplatz

Pkw- und Fahrradstellplätze rund um den Bahnhof sind rar und weitgehend ausgelastet. Ein neues Projekt soll nun Abhilfe schaffen.

P+R-Parkplatz am Pirnaer Bahnhof: Schon morgens knüppelvoll.
P+R-Parkplatz am Pirnaer Bahnhof: Schon morgens knüppelvoll. © Daniel Schäfer

Für Pendler ist das Problem seit Jahren allgegenwärtig. Die morgendliche Suche nach einem Parkplatz endet oft in einer Tour der Verzweiflung. Stellplätze, sowohl für Pkws als auch für Fahrräder, sind in Bahnhofsnähe rar und weitgehend ausgelastet. Der kleine P+R-Parkplatz direkt am Bahnhof ist schon morgens knüppelvoll, ebenso die wilde Stellfläche vor der Landestalsperrenverwaltung neben dem Busbahnhof. Weitere kostenlose gibt es in Bahnhofsnähe nicht. Auch der Fahrrad-Parkplatz am Bahnhofsvorplatz ist regelmäßig überfüllt.

Der Stadt ist das Problem seit Jahren bekannt, nun will Pirna das gravierende Stellplatz-Defizit wettmachen - mit einem riesigen P+R-Parkplatz gleich neben der Bahnstrecke. Eine entsprechende Informationsvorlage zu diesem Projekt will das Rathaus am 7. Mai in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses präsentieren. 

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Wo soll der neue Parkplatz entstehen?

Pirna will die neuen  P+R-Parkflächen in Bahnhofsnähe auf einem städtischen Grundstück schaffen, das zwischen der Bahnstrecke, dem Elberadweg sowie der Straße "Am Elbufer" liegt. Das Areal befindet sich in der Nähe des Pirnaer Rudervereins. 

Die Zufahrt soll später über die Rosa-Luxemburg-Straße, die Klosterstraße sowie die Straße "Am Elbufer" gewährleistet werden. Das Planungsgebiet soll in zwei Bauabschnitte unterteilt werden. 

Lageplan für den geplanten P+R-Parkplatz im Pirnaer Zentrum.
Lageplan für den geplanten P+R-Parkplatz im Pirnaer Zentrum. © Visualisierung: Stadt Pirna

Was ist genau geplant?

Grundsätzlich sollen auf dem Grundstück Park+Ride-Stellplätze für Pkws, Bike+Ride-Stellplätze für Fahrräder sowie Behindertenparkplätze entstehen, zudem sind auf dem Areal mehrere E-Ladesäulen vorgesehen. 

Das Areal soll später sowohl zu Fuß, per Rad und mit dem Auto von der Luxemburgstraße und von der Klosterstraße aus zu erreichen sein. Laut der Stadt sei die Anzahl der Stellplätze bedarfsgerecht zu ermitteln, dabei sei das Gesamtumfeld des Pirnaer Bahnhofes zu betrachten. Eine genaue Anzahl steht noch nicht fest.

Darüber hinaus ist vorgesehen, den vorhandenen Zugang (Unterführung) zum Inselbahnsteig am Bahnhof zu verlängern, sodass ein Durchgang vom Bahnhofsvorplatz zum neu errichteten P+R-Parkplatz entsteht.

Da nach Aussage der Stadt die bestehenden Fahrradabstellplätze am Bahnhofsvorplatz täglich ebenso überlastet sind, sollen auch weitere Rad-Stellplätze entstehen. Aus Sicht des Rathauses sei das Grundstück ideal dafür, weil es günstig am Elberadweg liege und die Radler die Stellplätze künftig ideal anfahren können, ohne sich mit Autos gegenseitig in die Quere zu kommen. 

Zudem gebe es vom neuen Parkplatz aus über die Tunnelverlängerung dann später einen kurzen, anschließenden Fußweg zu S-Bahn, vor allem in Richtung Dresden, was der Hauptpendlerrichtung entspreche. 

Wie weit sind die Planungen?

Die Stadt hat zunächst eine Aufgabenstellung für das Projekt erarbeitet. Sie dient dafür, um Angebote für die Planung einzuholen und danach Planer zu beauftragen, die das Vorhaben bis zur sogenannten Genehmigungsplanung begleiten. 

Wann soll das Projekt realisiert werden?

Laut der Stadt gibt es bereits einen groben Zeitplan. So sollen die Aufträge an die Planer noch im ersten Halbjahr 2020 vergeben werden, danach könnten diese im Juni an die Arbeit gehen. Die Vorplanung könnte dann im September vorliegen und im Oktober beschlossen werden. 

Dabei gibt es aber noch einen Haken: Für den Bau des Parkplatzes muss die Bahn einige bislang für den Bahnbetrieb genutzte Flächen entwidmen, was nach Aussage des Rathauses etwa ein Jahr dauern könnte. 

Die nächste Planungsphase soll dann bis zum ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein, sodass das Vorhaben in den Jahren 2022 und 2023 realisiert werden könnte. 

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Vorhaben sowohl im langfristigen Investitionsplan als auch im neuen Doppelhaushalt für 2021/22 aufgenommen wird. Ebenso Voraussetzung für den Bau ist, dass das Land die entsprechenden Fördermittel bewilligt und bereitstellt. Zu den möglichen Gesamtkosten hat die Stadt bislang noch keine Angaben gemacht. 

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