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Pirna

WGP macht Copitz schick

Die Wohnblöcke an der Lindenstraße werden saniert. Das stresst einige Anwohner.

Der Baulärm der Lindenstraße 28 in Pirna zerrt an den Nerven einiger Bewohner.
Der Baulärm der Lindenstraße 28 in Pirna zerrt an den Nerven einiger Bewohner. © Daniel Schäfer

Unruhe an der Lindenstraße in Copitz. Die Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) lässt die Häuserblocks aufwendig sanieren und liegt dabei gut im Zeitplan.

Allerdings stößt diese Maßnahme nicht bei allen Mietern auf Gegenliebe. Einige beklagen Baulärm und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen für die Anwohner.

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Diese Kritik ist für die WGP-Leitung allerdings nur schlecht nachvollziehbar. "Für Fragen rund um die Baumaßnahme, wie beispielsweise auch Sicherheitsfragen, wurde ein Baubüro in der Lindenstraße 23 c eingerichtet, wo ein Vertreter des Planungsbüros IGC als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht", teilt WGP-Sprecher Sören Sander mit. Zudem habe die Firma IGC auf der Baustelle einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator im Einsatz, der sich um die Baustellensicherheit kümmere.

Eine weitere Frage, die die Mieter brennend interessiert, ist das Thema Mietminderung, immerhin sind sie unter anderem Baulärm ausgesetzt. Mietminderungsbeträge während der Bauzeit werden unter Berücksichtigung des tatsächlichen Bauumfangs sowie der Dauer der einzelnen Belastungen separat für die einzelnen Mieter ermittelt und während der Baumaßnahmen angepasst, so dazu der WGP-Sprecher. "Dabei richten wir uns streng nach Werten aus der aktuellen Miet-Rechtsprechung", fügt Sander hinzu.

Ebenso treibt die Mieter die Frage nach eventuellen Mieterhöhungen um. "Bei der überwiegenden Zahl der Mieter werden keine Mieterhöhungen anstehen, da es sich bei den Maßnahmen um Instandhaltungsarbeiten handelt", informiert Sören Sander. Einige trifft es aber doch. Moderate Mieterhöhungen fielen dort an, wo sich der Mietwert durch die Nachrüstung von Balkonen bzw.  Personenaufzügen erhöhe. Das betrifft 48 der 311 Mietparteien in dem Quartier Lindenstraße.

Insgesamt 6,8 Millionen  Euro investiert die WGP in die Sanierung der Wohnblöcke. Die umfassenden Baumaßnahmen sind bereits im März 2019 gestartet und sollen Ende 2021 abgeschlossen werden. Erneuert werden vier sechsgeschossige Wohngebäude des Typs WBS 70, die in den 1980er-Jahren entstanden sind und Ende der 1990er-Jahre erstmals umfassend saniert wurden.  Von den Sanierungsmaßnahmen betroffen sind 311 Wohnungen. Alle Gebäude im Quartier erhalten an der Fassade und in den Treppenhäusern eine neue Farbgebung sowie neue Bodenbeläge.

"An einigen Wohnungen, die bisher über keinen Balkon verfügten, werden Balkone nachgerüstet", sagt Sander. Außerdem werden bereits vorhandene Balkone erneuert bzw. zum Teil gegen neue Anlagen ausgetauscht. An zwei Gebäudeeingängen werden Personenaufzüge angebaut.

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