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Pirna will Geld für Friedenspark und Alten Bahnhof

Nach der fast komplett sanierten Altstadt sind jetzt zwei neue Gebiete dran. Ein Selbstläufer ist das aber nicht.

Von Alexander Müller

Es ist schon eine Erfolgsgeschichte. Zum Zeitpunkt der Wende 1989 war die Altstadt von Pirna wie die meisten ostdeutschen Innenstädte in einem katastrophalen baulichen Zustand. Um die historisch wertvollen und in Pirna weitestgehend lückenlos vorhandenen Gebäude zu erhalten, wurde Anfang der 1990er-Jahre nach Fördermöglichkeiten gesucht. Als Grundlage hierfür wurden das Erhaltungsgebiet Innenstadt und das Sanierungsgebiet Altstadt festgelegt.

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Viele der Zuschussprogramme sind inzwischen ausgelaufen oder laufen demnächst aus. Pirna hat sie ausgiebig genutzt, wie am heutigen Zustand der Altstadt bestens ersichtlich ist. Nun gilt es laut Pirnaer Stadtverwaltung, zu prüfen, an welcher Stelle neue, jedoch flächenmäßig kleinere Gebiete für eine eventuelle Förderung festgelegt werden können. Weiterhin sollen in Absprache mit der Sächsischen Aufbaubank, die dafür zuständig ist, in den neuen Gebieten weniger, dafür jedoch bedeutsame Maßnahmen ausgewählt werden. Pirna hat sich deshalb nun auf zwei Areale festgelegt.

Orientierung an der Historie

Da wäre zum Ersten das Gebiet „Friedenspark“, benannt nach einer der wesentlichsten vorgesehenen Maßnahmen. Grund hierfür ist laut Rathaus vor allem darin zu sehen, dass es sich bei den im Areal vorgesehenen Einzelmaßnahmen vorrangig um die Sanierung von Kulturdenkmalen handelt. Insbesondere die Aufwertung des Friedensparkes, orientiert am historischen Erscheinungsbild, ist als Fördertatbestand in diesem Programm verankert.

Zum Zweiten wurde das Gebiet „Alter Bahnhof“ festgelegt, benannt nach dem hier markantesten Bauwerk und der gleichzeitig größten vorgesehenen Maßnahme. Man entschied sich deshalb für dieses Areal, da vorrangig im Bereich Klosterhof und des alten Bahnhofs nicht nur Sanierungsmaßnahmen erforderlich seien, sondern vor allem eine nachhaltige und langfristige und idealerweise auch miteinander verbundene bzw. harmonierende Nutzung angesiedelt werden sollte. Hierzu seien Anstrengungen erforderlich, die über das bisher übliche Verfahren in der Abarbeitung der Programme durch die Verwaltung hinausgehen. Aus diesem Grund soll das vorhandene Citymanagement eingebunden werden. Auch der Bereich der Klosterstraße benötige zudem mehr als reine bauliche Investitionen.

Auf schnelles Geld darf aber gleich aus mehreren Gründen niemand hoffen. Zum einen steht noch gar nicht fest, ob es überhaupt Zuschüsse gibt und wenn ja, wie viel. Und dann wird eine Investition in allen infrage kommenden Objekten laut Rathaus nur noch durch ein Zusammenspiel zwischen Stadtverwaltung, Eigentümer, Wohnungsgesellschaften, Citymanagement, Gewerbetreibenden und Investoren möglich sein.