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Pirna will seine Senioren aufrütteln

Mit den ersten Seniorentagen Ende April bietet die Stadt mehr Informationen – und Ablenkung. Da ist auch für Jüngere was dabei.

© dpa

Von Alexander Müller

Es gibt bestimmt Rentner auf dem Sonnenstein, die die vergangenen zehn Jahre nicht unten in der Altstadt waren. Zugegeben, mit der Formulierung hat Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke etwas überspitzt. Doch das Grundproblem hat der OB damit auf den Punkt gebracht: Viele Ältere nehmen kaum nach am sozialen Leben teil, bewegen sich nur noch in engen Kreisen. Das soll sich ändern.

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Unter dem Titel „Aktiv sein – (k)eine Frage des Alters“ veranstaltet die Stadt am 28. und 29. April gemeinsam mit zahlreichen Partnern die „1. Pirnaer Seniorentage“. Menschen im fortgeschrittenen Alter sollen möglichst lange und selbstständig in ihrem gewohnten Wohnumfeld leben und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen können, findet Klaus-Peter Hanke (parteilos). „Was läge da näher, als eigene Seniorentage in Pirna zu veranstalten und die älteren Bürger in geselliger Atmosphäre darüber zu informieren, wie sie aktiv werden und sich engagieren können oder an wen sie sich bei Herausforderungen aller Art wenden können.“ Er sei gespannt, welche Impulse man von diesem Tag für die Stadtpolitik mitnehmen kann.

Am ersten Tag findet im Rathaus und im Stadthaus ein umfangreiches und vielfältiges Programm – nicht nur für die ältere Generation – statt. So besteht die Möglichkeit, im Großen Ratssaal des Rathauses verschiedene Diskussionen und Vorträge zum altersgerechten Wohnen, zur Vorsorgevollmacht, zu Gesundheitsvorsorge und Weiterbildungsangeboten oder zur aktiven Seniorenpolitik zu besuchen. Darüber hinaus können die Angebote verschiedener Vereine und Verbände in einer Info-Börse kennengelernt werden. Natürlich ist auch für einen Imbiss gesorgt.

Shuttlebusse des Kreissportbundes bieten einen kostenfreien Transfer aus den entlegeneren Ortsteilen Pratschwitz, Birkwitz, Mockethal, Krietzschwitz, Rottwerndorf, Zuschendorf und Zehista pünktlich zur Veranstaltung. Auch die Rückfahrt ist gesichert. Der zweite Tag soll dann den verschiedenen Anlaufstellen in Pirnas Stadtteilen gewidmet sein. Vereine oder Verbände stellen sich und ihre Angebote im Freizeitbereich mit einem Tag der offenen Tür in den jeweiligen Ortsteilen vor.

Stadtführungen runden das Altstadtangebot kulturell ab. In Copitz besteht die Möglichkeit, die Sozialstation zu besichtigen oder einen neugierigen Blick ins Mehrgenerationshaus zu werfen. An die Bewegungshungrigen ist ebenfalls gedacht: Die Diakonie und der Verein Famil laden zum Tanz in das Kirchgemeindezentrum Copitz.

Auch der Stadtteil Sonnenstein präsentiert seine zahlreichen Anlaufstellen. So können Besucher in einer entspannten Frühstücksatmosphäre auf der Remscheider Straße 1a in den Tag starten. Neben der Sozialstation der Volkssolidarität öffnet das Soziokulturelle Zentrum mit all seinen Vereinen seine Türen für Neugierige. Optischer Höhepunkt wird hier die Seniorenmodenschau sein. Im Ortsteil Graupa besteht die Möglichkeit, das Diakonische Altenzentrum zu besuchen und an einem offenen Gottesdienst teilzunehmen.

Genauere Anschriften, Veranstaltungszeiten und weitere Angebote sind dem Programmwegweiser des Seniorentages zu entnehmen. Den gibt es in den zahlreichen Einrichtungen in den Stadtteilen, im Rathaus und im Internet.

www.pirna.de