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Pirnaer Schulweg soll sicherer werden

Die Stadt will die Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein sanieren lassen. Wichtig ist das vor allem aus zwei Gründen.

Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Löchriger Flickenteppich.
Herbert-Liebsch-Straße auf dem Sonnenstein: Löchriger Flickenteppich. © Norbert Millauer

Die Herbert-Liebsch-Straße auf dem Pirnaer Sonnenstein hat ihre besten Zeiten längst hinter sich. Die Trasse gleicht an vielen Stellen einer Huckelpiste, ist mit Schlaglöchern gespickt, Bordsteine und Gehwege fehlen.

Dieser Zustand soll sich aber in naher Zukunft verbessern. Pirna will die Strecke in absehbarer Zeit sanieren lassen. Um dieses Projekt voranzutreiben, verständigte sich der Stadtentwicklungsausschuss kürzlich auf eine Vorzugsvariante und beschloss, das Vorhaben weiter planen zu lassen. Sächsische.de stellt das Projekt vor.

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Warum soll die Trasse saniert werden?

Die Herbert-Liebsch-Straße liegt im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt Pirna-Sonnenstein", sie verbindet die Struppener Straße mit der Dr.-Benno-Scholze-Straße. Mehrere Gewerbegrundstücke grenzen an die Trasse, ebenso das Areal des Heizkraftwerkes. Für die Sanierung sprechen vor allem zwei Gründe.

Nach Auskunft der Stadt befindet sich die Straße in einem schlechten Zustand. Die Fahrbahn ist verworfen und holprig, bisherige Schäden sind an vielen Stellen lediglich geflickt worden. Die Randbereiche an beiden Seiten sind unbefestigt, sie dienen in weiten Teilen als Parkplatz. Auf der Straße zusammenlaufendes Regenwasser wird derzeit in vorhandene Straßengräben und in den Bach "Mädelgraben" eingeleitet, der diese Wassermassen nach starken Niederschlägen oft nicht fassen kann. Das soll nun alles erneuert werden.

Hinzu kommt noch ein anderes Problem: an der Straße fehlt ein Fußweg. Laut der Stadt ist die Trasse aber Teil des Schulwegenetzes und wird als Schulweg immer bedeutender. Der Grund: im Schlosspark Sonnenstein sind in den vergangenen Jahren viele Wohnungen entstanden, an der Dr.-Benno-Scholze-Straße wurden neue Einfamilienhäuser gebaut, an der Grenze der beiden Ortsteile Sonnenstein und Cunnersdorf entsteht das Wohngebiet "Mädelgraben". Für die Kinder aus diesen Gebieten ist die Herbert-Liebsch-Straße einer der Hauptwege zur Grundschule Sonnenstein oder zur Gauß-Oberschule. 

So soll zum einen der Zustand der Fahrbahn verbessert und zum anderen der Schulweg mittels eines Gehweges sicherer gemacht werden - weil dann Autofahrer und Fußgänger auf getrennten Wegen unterwegs sein können. 

Welche Vorgaben gab es für die Planung?

Aus Sicht der Stadt gab es mehrere Prämissen. So gilt es, Schüler künftig auf einem sicheren Weg zu führen. Dabei war zu ermitteln, in welcher Breite der Gehweg gebaut werden soll. Zudem soll auch die neue Trasse verdeutlichen, dass sie in einer Tempo-30-Zone liegt - und künftig nicht zum Rasen verleitet. Ebenso sollte die erforderliche Fahrbahnbreite ermittelt werden, damit sich dort aufgrund der vielen angrenzenden Gewerbebetriebe auch Lkws gefahrlos begegnen können. 

Wie viele Varianten gab es?

Ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro hat in einer Vorplanung drei Varianten erarbeitet - eine Minimal-, eine Mittel- und eine Maximalvariante. Die Varianten unterscheiden sich im wesentlichen bei der Ausbaubreite der Fahrbahn (6 bis 6,50 Meter) sowie bei der Gehwegbreite (2 bis 2,50 Meter).

Die neue Straßenentwässerung und die neue Straßenbeleuchtung wurden bei allen drei Varianten gleich betrachtet. 

Welche Variante erhält den Vorzug?

Der Stadtentwicklungsausschuss votierte dafür, die Mittelvariante weiter zu planen. Die Ausbaulänge beträgt knapp 300 Meter.

Die Fahrbahn wird demnach mit einer Breite von sechs Meter ausgebaut - was laut der Stadt auch ausreicht, dass sich dort zwei Lkws begegnen können. Mit einer größeren Breite sei zwar mehr Sicherheitsraum für die Lkws gegeben, allerdings animiere sie auch Autofahrer, dort dann schneller zu fahren als erlaubt. 

Der Gehweg wird 2,50 Meter breit, diese Mindestbreite ist in einer Förderrichtlinie festgelegt. Der Fußweg wird auf der westlichen Seite entstehen. Auf der östlichen Seite funktioniert das nicht, da die dort im Untergrund liegenden Medientrassen nicht überbaut werden dürfen.  Ebenso werden die Straßenentwässerung und die Straßenlampen erneuert. 

Wie viel kostet das Vorhaben?

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro, hinzu kommen Planungskosten von reichlich 22.000 Euro.

Wann soll die Trasse erneuert werden?

Einen genauen Zeitpunkt gibt es noch nicht. Das Vorhaben ist Bestandteil des Maßnahmen-Konzepts "Soziale Stadt Pirna-Sonnenstein". Nach Aussage der Stadt ist das gesamte Projekt zeitlich eingeordnet in den Zeitraum von 2019 (Planung) bis 2021.

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