merken
PLUS Pirna

Pirnas Dauer-Friedensrichterin

Silke Maresch schlichtet seit 2005 private Streitigkeiten. Nun hat sie der Stadtrat für weitere fünf Jahre in diesem Amt bestätigt.

Pirnas Friedensrichterin Silke Maresch: engagiert und zuverlässig.
Pirnas Friedensrichterin Silke Maresch: engagiert und zuverlässig. © Daniel Schäfer

Als Silke Maresch 2015 zur Pirnaer Friedensrichterin wiedergewählt wurde, ließ sie zunächst offen, ob sie nach dieser Amtsperiode noch einmal kandidiert. "Da muss ich erst mal gucken, wo ich dann bin", sagte sie damals. 

Nun, fünf Jahre später, ist Silke Maresch immer noch da, hier in Pirna, und wird auch weiterhin Friedensrichterin bleiben. Der Stadtrat bestätigte sie jetzt für weitere fünf Jahre im Amt, der Beschluss fiel einstimmig, keiner stimmte dagegen oder enthielt sich.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Silke Maresch ist damit quasi die Dauer-Friedensrichterin von Pirna, obwohl sie diese Bezeichnung eigentlich nicht mag. "Ich richte nicht und spreche keine Urteile. Meine Aufgabe ist es, Streitigkeiten zu schlichten", sagt sie. 

2005 hatte sie sich erstmal für dieses Ehrenamt beworben, über eine Anzeige in der Zeitung war sie darauf aufmerksam geworden. Pirna suchte einen Friedensrichter, erwünscht waren Kenntnisse im Bereich der Sozialpädagogik und Erfahrung als Mediator. 

Das passte prima: Maresch, 1969 in Pirna geboren, ist gelernte Erzieherin und studierte Sozialpädagogin, zudem hatte sie sich später zusätzlich zur Mediatorin ausbilden lassen. Beruflich arbeitet sie seit 28 Jahren bei der Caritas und leitet in Pirna die Caritas-Beratungsdienste.

Zwölf Verfahren, 120 Anfragen

In ihrem Ehrenamt hat sie die Aufgabe, außerhalb eines Gerichtsverfahrens private Streitigkeiten zu schlichten, meist sind es Streitigkeiten zwischen Nachbarn, weil die Hecke an der Grundstücksgrenze zu hoch ist oder ähnliches. 

Zudem kümmert sie sich um sogenannte Sühneverfahren - ein vorgerichtliches Verfahren, das bei bestimmten Straftaten durchgeführt werden muss, bevor der Verletzte eine Privatklage vor dem Strafrichter erheben kann. 

In der vergangenen Amtszeit erledigte Silke Maresch zwölf Schlichtungsverfahren und bearbeitete darüber hinaus 120 Anfragen von Bürgern. "Sie macht ihre Arbeit sehr engagiert und zuverlässig", lobt Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Für Silke Maresch ist es ein Ehrenamt, für das sie gern Zeit opfert, der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Einmal im Monat lädt sie zu einer Sprechstunde ins Rathaus ein, darüber hinaus müssen die Verfahren vorbereitet und abgeschlossen sowie schriftliche Anfragen beantwortet werden.

Im Jahr kommen etwa 80 Menschen zur Friedensrichterin, die ein Problem geklärt haben wollen.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier. 

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen.

Mehr zum Thema Pirna