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Pirnas Friedhof wird 150 Jahre

Die Kirchgemeinde hat zum Jubiläum mehrere Feierlichkeiten geplant. Zwei Andachten gibt es jetzt, anderes wurde wegen Corona auf später verschoben.

Friedhof Pirna an der Dippoldiswalder Straße: Eine parkähnliche Anlage auf sieben Hektar, eröffnet 1870.
Friedhof Pirna an der Dippoldiswalder Straße: Eine parkähnliche Anlage auf sieben Hektar, eröffnet 1870. © Norbert Millauer

Der Pirnaer Friedhof wurde 1870 eröffnet und dient seither als Begräbnisstätte für die Einwohner der Stadt Pirna und deren Einzugsgebiet. 1875 kam die Friedhofskapelle hinzu. Im Laufe der Jahre entstand eine parkähnliche Anlage. Das Areal an der Dippoldiswalder Straße ist mittlerweile sieben Hektar groß. 

In diesem Jahr nun wird der Friedhof 150 Jahre alt, die evangelische Kirchgemeinde als Träger des Gottesackers begeht dieses Jubiläum mit mehreren Feierlichkeiten, wenngleich sie wegen der Corona-Pandemie spärlicher ausfallen als geplant. 

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Sicher sei es außergewöhnlich, sagt der Pirnaer Pfarrer Cornelius Epperlein, bei einem Friedhof von einem Jubiläum und feiern zu sprechen. Schließlich sei der Friedhof für viele Menschen ein Ort, der mit schweren Gedanken, Leid und Trauer verbunden ist. Von lieben Menschen Abschied zu nehmen und sich zu Gräbern von Verwandten, Freunden und Bekannten zu begeben, fordere die Menschen heraus uns sei nicht leicht. 

"Doch es ist auch gut, dass es so einen Ort gibt", sagt Epperlein. Wenn Menschen durch das Friedhofstor treten, seien sie wie in einer anderen Welt. Friedhof bedeute "eingefriedeter Hof", bei dem alles, was an Stress und Hektik, an Auseinandersetzung und Streit die Menschen im Alltag beschäftige, nicht mehr zählen. "Es ist ein Ort, der uns auf andere Gedanken kommen lässt, als der gewöhnliche und schnelle Ablauf unseres modernen Lebens", sagt der Geistliche. 

Zwei Andachten und ein Stadtfrühstück

Die Kirchgemeinde möchte den Friedhof als einen Ort für Menschen bewahren, wo sie Stille sowie Besinnung auf das Leben als Geschenk entdecken können. "Aus der Konfrontation mit der Endlichkeit unseres Lebens, mit der Erfahrung von Leid, Sterben und Tod kann uns ein neuer Blick für das Leben erwachsen", sagt Epperlein. 

Die Kirchgemeinde hatte für dieses Jahr eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Doch unter den Bedingungen, die die Corona-Pandemie diktiert, kann manches nicht wie geplant stattfinden, einige Termine wurden schon ins nächste Jahr verschoben. 

Dennoch will die Kirchgemeinde an zwei Terminen dieses Jubiläum begehen. "Am 24. Juni feiern wir 19.30 Uhr am Rondell auf dem Pirnaer Friedhof eine Johannisandacht", sagt der Pfarrer. Sie stellt den Auftakt für das Jubiläum dar. Musikalisch wird die Johannisandacht vom Posaunenchor und dem Liedermacher Peter Lippert gestaltet, der im Anschluss noch einige Lieder aus seinem Repertoire singen wird. 

Am 27. Juni wird dann 9.30 Uhr mit einer Andacht der neu gestaltete Brunnen auf dem Friedhof eingeweiht sowie die Wander- und Urnenausstellung eröffnet. Anschließend lädt die Kirchgemeinde mit zu einem Stadtfrühstück rund um die Marienkirche ein. 

Beide Andachten finden unter freiem Himmel statt, dabei gelten die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln. 

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