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Pirnas OB lädt erneut zum Straßen-Dialog

Nach den Corona-Protesten sucht der Rathauschef abermals das Gespräch mit Bürgern. Als Zeichen ihrer Bereitschaft sollen sie eine bestimmte Kleidung tragen.

Pirnas OB Klaus-Peter Hanke: Fair und sachlich diskutieren, was Pirna bewegt.
Pirnas OB Klaus-Peter Hanke: Fair und sachlich diskutieren, was Pirna bewegt. © Daniel Förster

Nach den zahlreichen Corona-Protesten in Pirna, bei denen sich zweimal auch Gewaltbereite unter die Demonstranten mischten, lädt der Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) am 27. Mai erneut zu einem Bürgerdialog ein. Er beginnt 19 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. 

Hankes Idee zufolge sollen Einwohner an diesem Abend unabhängig ihrer Meinung und ihrer Standpunkte ins Gespräch zum Thema "Was bewegt unser Pirna – Was bewegt Dich?" zusammenkommen. Der Marktplatz, so heißt es aus dem Rathaus, sei schon immer ein Ort der Gemeinschaft und des kontroversen, aber fairen Austauschs gewesen  – und er soll es auch am Mittwochabend wieder sein. "Gemeinsam sollen dabei anregende Gespräche und Diskussionen im Vordergrund stehen, die die Meinungsvielfalt stärken und unser Pirna weiterentwickeln", sagt Hanke. Dazu lade er auch explizit diejenigen ein, die an anderer Stelle dieser Stadt spazieren gehen wollen.

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Der Rathauschef bittet alle Akteure, ihre Bereitschaft für den Austausch zu zeigen, indem sie ein weißes Hemd oder allgemein eine weiße Oberbekleidung tragen und so signalisieren, dass sie ins Gespräch kommen wollen. Zudem sollen einige wenige Dialog-Regeln dafür sorgen, dass die Gespräche unter den derzeit geltenden Bestimmungen und im sachlich fairen Miteinander ablaufen. Sie werden vor Ort erklärt.

Wichtige Anliegen können bereits vorab aufgeschrieben und in bereitgestellte Urnen vor Ort eingeworfen werden. Diese Gedanken sollen dann laut Hanke Grundlage für zukünftige Gesprächsangebote sein.

"All denen, die ehrlichen Herzens an einem Dialog interessiert sind, steht im Zentrum der Stadt unser Marktplatz für Gespräche offen. Meinungsvielfalt bedeutet reden und zuhören", sagt der Rathauschef. Dies könne man unter den derzeitigen Voraussetzungen nirgendwo besser tun als auf dem Markt.

Der erste Bürgerdialog dieser Art fand am Mittwoch vergangener Woche statt, bei dem überraschend auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teilnahm. 

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