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Pläne für den Kirschberg

Im erweiterten Wohnbaugebiet sollen etwa 15 Grundstücke entstehen. Noch fehlt der Bebauungsplan. Dafür stellen vier Investoren ihre Ideen vor.

Von Sylvia Jentzsch
Am Kirschberg soll auf einem Hektar ein Wohnungsbaustandort entstehen. Wie der aussehen könnte, stellten vier Investoren in einer nichtöffentlichen Ratssitzung vor.
Am Kirschberg soll auf einem Hektar ein Wohnungsbaustandort entstehen. Wie der aussehen könnte, stellten vier Investoren in einer nichtöffentlichen Ratssitzung vor. © André Braun

Großweitzschen. Nun wird es für das Wohnbaugebiet „Am Kirschberg“ in Westewitz konkreter. Vier Investoren haben in einer nichtöffentlichen Sondersitzung den Räten ihre Konzepte vorgestellt, wie sie das Wohngebiet erschließen wollen. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Doch noch im Frühjahr soll feststehen, wer der Bauträger wird“, sagte Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). Zurzeit werde parallel gearbeitet. Das heißt, das Planernetzwerk Planet aus Kemmlitz erstellt einen Bebauungsplan und die Räte entscheiden, welcher Vorschlag der Investoren am besten zu ihren Vorstellungen passt. Sie werden die Vor- und Nachteile abwägen. „Steht der Investor fest, hat er noch die Möglichkeit, seine Ideen und Vorstellungen in den Plan einfließen zu lassen“, sagte Burkert.

Die vier Investoren, die ihre Projekte vorgestellt haben, kommen sowohl aus der Region als auch von außerhalb. „Bei der Vorstellung gab es erhebliche Unterschiede“, so der Bürgermeister. Das betreffe sowohl die Finanzierungskonzepte als auch die Umsetzung. Manche wollen die Häuser selbst bauen und dann verkaufen, andere den Häuslebauern freie Hand lassen. Die Erschließung des Gebietes mit Wasser, Strom und Abwasser sowie den Bau einer Erschließungsstraße mit Nebenanlagen übernimmt der Investor. „Wir als Gemeinde können ein solches Projekt weder finanziell noch personell stemmen“, sagte Jörg Burkert. Deshalb sei die Entscheidung gefallen, dass diese Aufgabe ein Investor übernimmt.

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Die Gemeinde Großweitzschen braucht Bauland. Immer wieder gibt es Nachfragen von Bauwilligen. Ausgewiesene Bauplätze, die der Kommune gehören, gibt es keine. Deshalb beschlossen die Räte im Juli 2018 erneut die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Kirschberg in Westewitz. Hier gibt es schon einige Eigenheime. Das Areal soll aber vergrößert werden. Geplant ist die Erschließung einer Fläche mit einer Größe von einem Hektar. Auf dieser könnten 14 bis 16 Bauplätze entstehen.

„Das Gebiet ist für Bauwillige attraktiv. Es hat Südhanglage, liegt im Grünen und in der Nähe zum Bahnhof. Außerdem ist die Große Kreisstadt Döbeln nicht weit“, sagte der Bürgermeister. Erste Interessenten gebe es schon. Die würden auch auf dem Laufenden gehalten, weil sie sozusagen schon in den Startlöchern stehen. Doch bis die ersten Häuslebauer loslegen können, dauert es noch etwas. „Der Bebauungsplan ist in Arbeit. Dazu gehört unter anderem die Ausgliederung des Areals aus dem Landschaftsschutzgebiet, was einen enormen Aufwand bedeutet“, so der Bürgermeister. 

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Ist die Planung abgeschlossen, dauert es noch bis zur Bestätigung. Unter anderem werden die Träger öffentlicher Belange befragt, ob sie Einwendungen haben. Die werden dann entweder verworfen oder Veränderungen in den Plan eingearbeitet. „Wir müssen das Thema Wohngebiet vorantreiben. Schließlich war das eines unserer Wahlkampfthemen.“ 2016 beschlossen die Räte eine Ergänzungssatzung sowie im März 2017 den ersten Bebauungsplan.