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Pläne für einen Solarpark bei Nardt

Das einstige Militärgelände direkt neben der Landesfeuerwehrschule bietet Platz in Hülle und Fülle.

Im unteren Teil des großen Bildes ist das Gelände zu sehen, auf dem der Solarpark entstehen soll. Die Aufnahme ist fast genau fünf Jahre alt. Viele der Bäume stehen heute nicht mehr.
Im unteren Teil des großen Bildes ist das Gelände zu sehen, auf dem der Solarpark entstehen soll. Die Aufnahme ist fast genau fünf Jahre alt. Viele der Bäume stehen heute nicht mehr. © Archivfoto: Uwe Schulz

Elsterheide. Auf einer knapp 30 Hektar großen Teilfläche des ehemaligen Militärgeländes an der B 96 bei Nardt, auf der zuletzt ein Holländer mit einer Export-Import-Firma HaDe ansässig war, soll eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 27 Mega-Watt errichtet werden. Der Elsterheider Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes bei einer Gegenstimme mehrheitlich zugestimmt.

Die Landbouwbedrij Schraden B. V. aus Holland will das an das Gelände der Landesfeuerwehrschule angrenzende Areal, auf dem sich zahlreiche Betonbauten aus Zeiten der militärischen Nutzung befinden und inzwischen umfangreiche Holzungen durchgeführt wurden, einer neuen Verwendung zuführen. Viele Jahre lang hatte die eingangs erwähnte Firma HaDe unter anderem mit Militärgerät aus Beständen der Nationalen Volksarmee, mit Armee-Zubehör und technische Anlagen gehandelt, ehe sie 2010 in die Insolvenz ging. Im Anschluss kam das Inventar bei einer Zwangsversteigerung unter den Hammer. Die neuen Besitzer ließen es abtransportieren. Der Betrieb unter der Regie des Insolvenzverwalters endete im Februar 2012.

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Bürgermeister Dietmar Koark (CDU) erinnerte daran, dass dieses Gelände und auch die Zufahrt entlang der Mauer, die Teile des Grundstücks umgibt, aufgrund von Vandalismus und illegalen Müllablagerungen der Gemeinde immer wieder ordnungsrechtliche Probleme bereitet. „Ich würde mir deshalb wünschen, dass es jemandem so schnell wie möglich gelingt, eine sinnvolle Nachnutzung zu realisieren.“

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Ob es mit der geplanten Photovoltaik-Anlage klappt, muss das Bebauungsplanverfahren zeigen. Sämtlich damit im Zusammenhang stehenden Kosten wird die holländische Firma zu tragen haben. Aus der Ratsrunde wurde zudem der Wunsch geäußert, dass man vom Investor fordern sollte, eine Betreibergesellschaft für die Photovoltaikanlage zu gründen, die auf dem Territorium der Gemeinde ansässig ist, damit auch die Steuern, die eine solche Anlage einbringt, in die Gemeinde fließen. Ob sich das bewerkstelligen lässt, blieb offen. Allerdings machte der Bürgermeister darauf aufmerksam, dass die Betreiber der schon auf dem Gemeindegebiet stehenden Solarparks auch in der Gemeinde ansässig sind. „Sie bringen auch Steuern ein.“ 

Noch älter, nämlich fotografiert im Jahr 2006, ist dieses Bild. Damals war die Firma HaDe auf dem Areal ansässig. Diese handelte unter anderem mit altem Gerät aus NVA-Beständen. Im Jahr 2012 war damit Schluss.
Noch älter, nämlich fotografiert im Jahr 2006, ist dieses Bild. Damals war die Firma HaDe auf dem Areal ansässig. Diese handelte unter anderem mit altem Gerät aus NVA-Beständen. Im Jahr 2012 war damit Schluss. © Archivfoto: Uwe Schulz
Bunker gibt es einige auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände.
Bunker gibt es einige auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände. © Archivfoto: Uwe Schulz

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