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Pläne für neues Stadtteilhaus

Auf seiner Tour durchs Ortsamt Altstadt hat OB Hilbert nicht nur Wünsche mitgenommen.

© André Wirsig

Von Kay Haufe und Nora Domschke

Der Kulturtreff platzt selbst an diesem frühen Mittwochnachmittag aus allen Nähten. Unten spielen die Männer Schach, daneben wird getöpfert und oben treffen sich junge Ausländer zum Deutschlernen. „Mittlerweile haben die Quartiersmanager und der Ausländerrat ein Büro bei uns, der Kinderschutzbund betreibt einen Kindertreff. Doch unser Haus ist leider ziemlich marode“, sagt Geschäftsführerin Daniela Tonk. Die Johannstadt brauche dringend ein neues Stadtteilhaus, in dem sich Jung und Alt aus jeder Nation gern treffen würden, mit großzügigen Außenanlagen. Und es sei schön, dass der Oberbürgermeister vorbeikommt, um sich davon zu überzeugen. Dirk Hilbert (FDP) hatte zwar nur wenig Zeit auf seiner Tour durch das Altstädter Ortsamt, doch bei der Präsentation des Quartiermanagements hörte er genau zu. Bis 2020 soll es Gestalt annehmen, das neue Stadtteilhaus. Derzeit wird geprüft, an welchem Standort es am besten stünde. Hinter den Einkaufsmärkten von Konsum und Aldi oder doch lieber auf der Elisenstraße, wo es einen großen Garten gibt? Und was passiert während der Bauzeit, wenn es die Elisenstraße wird? All diese Fragen muss nun auch das Stadtplanungsamt mit beantworten. Die Quartiersmanager sammeln nur Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung, von Vermietern, Vereinen und Gewerbetreibenden.

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Kurze Zeit später schaut Hilbert in der Trinitatiskirchruine vorbei, wo sich junge Leute treffen. Im Jugendzentrum der Johanniskirchgemeinde können sie nach der Schule Musik hören oder kicken. Sie wollen wissen, ob in ihrer Nähe neue Asylunterkünfte entstehen und wo sie Kontakte zu jungen Flüchtlingen knüpfen können.

Ganz anderer Ort, ähnliches Thema. Das würde man auf einem Friedhof zwar nicht vermuten. Doch der Matthäusfriedhof bot im Sommer Flüchtlingskindern Raum zum Spielen. Zwölf Asylbewerber haben hier auch kräftig Hand angelegt, Wildwuchs geschnitten und Wege erneuert. Auch eine übermannshohe Stele ist entstanden, die beim Gedenken am 13. Februar mit weißen Rosen geschmückt werden kann. Ab dem Frühjahr soll es erneut eine Arbeitsgelegenheit für Flüchtlinge im Ostragehege geben. Sechs Asylbewerber haben den Oberbürgermeister am Mittwoch gebeten, dass sie ihren Heimleiter auf der Waltherstraße behalten können. Dieser soll ausgetauscht werden. Dirk Hilbert will sich darum kümmern.