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Pläne fürs betreute Wohnen werden in Arnsdorf vorgestellt

Solch eine Wohnanlage fehlt bisher in Arnsdorf. Das könnte sich ändern, dazu müssen die Arnsdorfer auch mitspielen.

Von Sylvia Gebauer

Einige Arnsdorfer haben bereits zum Telefonhörer gegriffen. Ihnen gefällt der Gedanke, künftig im betreuten Wohnen zu leben. Für den Ernstfall zu wissen, dass schnell jemand da ist. Das Beste: Dafür müssten die Senioren Arnsdorf noch nicht einmal verlassen. Denn bisher gibt es weder betreutes Wohnen noch ein Pflegeheim in der Gemeinde. Sind die Arnsdorfer auf solch eine Hilfe angewiesen, müssen sie ihren Ort verlassen. In Radeberg oder Großröhrsdorf gibt‘s solche Angebote. Jetzt könnte Arnsdorf nachziehen. Doch ohne genügend Anmeldungen kein Baustart. Deshalb geht die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen jetzt in die Offensive. Die Pläne werden erstmals in Arnsdorf konkret vorgestellt.

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Die Rahmenbedingungen sind bekannt: Wo einst der Schleckermarkt stand, soll das Projekt realisiert werden, in der Arnsdorfer Niederstraße. Hier könnte eine Anlage mit 30 Wohnungen entstehen. Vorstellbar ist auch, dass eine Begegnungsstätte und Gewerberäume mit einziehen. Die Mietpreise werden bei 6,90 Euro pro Quadratmeter liegen. Hinzu kommen noch die Nebenkosten und eine Betreuungspauschale. Der Flachbau, der aktuell noch auf dem Areal steht, würde abgerissen werden. Aktuell ist ein Friseursalon noch drin. „Wenn feststeht, dass gebaut wird, kann dieser mit einziehen, entsprechende Gespräche mit dem Inhaber werden bei Bedarf geführt“, sagt Frank Stritzke, Geschäftsführer der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen. Die Firma Steiner Wohn- und Gewerbebau GmbH mit Sitz in Elstra, der der Flachbau gehört, und die Volkssolidarität wollen das Projekt gemeinsam realisieren. Die Volkssolidarität betreibt in Arnsdorf den Kindergarten „Am Karswald“ und den Hort „Tannebergkids“. Zudem hat sie in Sachen betreutes Wohnen ausreichend Erfahrung. Zehn solcher Seniorenwohnanlagen sind in ihrer Obhut, zwei davon in Radeberg.

Die Formel ist ganz einfach: Ohne entsprechende Nachfrage kein Baustart. Gut 60 müssen es sein, erfahrungsgemäß springt die Hälfte der Interessenten wieder ab. Zögerlich war bisher die Anmeldung, deshalb will Frank Stritzke, Geschäftsführer der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, das Projekt genauer vorstellen. Interessenten können sich kommenden Dienstag, vormerken. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr im Schulpavillon statt. (syg)