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Großenhain

Planung für Brauerei-Brache verschoben

Eigentlich sollte im Großenhainer Stadtrat am Mittwoch ein Gestaltungsvorschlag diskutiert werden. Warum das noch warten muss.

Rund 6.000 Quadratmeter groß ist das Areal der früheren Bergbrauerei. Die künftige Gestaltung wird nun erst im Sommer entschieden.
Rund 6.000 Quadratmeter groß ist das Areal der früheren Bergbrauerei. Die künftige Gestaltung wird nun erst im Sommer entschieden. © Kristin Richter

Großenhain. Für die Mai-Sitzung war es angekündigt, nun wird das Thema verschoben. Am Mittwoch sollte den Großenhainer Stadträten durch die Verwaltung ein Gestaltungsvorschlag für den Standort der früheren Bergbrauerei präsentiert werden. Auf der Tagesordnung steht dies nun aber nicht. "Derzeit werden die Schlussrechnungen für die Maßnahme bearbeitet. Danach steht fest, wie viel Budget noch für die Gestaltung zur Verfügung stehen wird", so Rathaussprecherin Diana Schulze auf SZ-Anfrage. Auf Eis liege das Thema aber nicht. "Wir wollen das Gelände immer noch gestalten", so die Sprecherin. Im Juni oder Juli wolle die Stadtverwaltung den Räten nun eine Gestaltungsempfehlung vorlegen.

Im Frühjahr 2019 war mit dem Abriss der ehemaligen Brauerei im Ortsteil Zschieschen begonnen worden. Anfangs verlief alles nach Plan und ohne größere Überraschungen. Im Herbst allerdings wurde bekannt, dass der Abriss teurer als geplant wird. Bei den Arbeiten waren Stoffe gefunden worden, die als Sondermüll gelten: insbesondere  Teerstoffe, die sich nicht vom Gestein ablösen lassen. Aber beispielsweise auch Trosilin, ein Desinfektionsreiniger, wurde in einer Etage der alten Gebäude gefunden. Hochofenschlacke, Schlackewolle und belasteter Torf fanden sich ebenso. Stoffe, die der Deponieklasse III "gefährliche Stoffe" zuzuordnen sind und auf einer Deponie nahe Bautzen entsorgt werden mussten.

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Parallel zum Abriss liefen auch erste Überlegungen zur künftigen Gestaltung des rund 6.000 Quadratmeter großen Areals. Wo früher Hopfensaft hergestellt wurde, soll eine Wildblumenwiese angelegt werden. Sie würde rund zwei Drittel des Areals einnehmen. Neben Wildblumen soll in Richtung der angrenzenden Bahnlinie ein Strauch- und Baumbewuchs geschaffen werden. Zudem sind in die Planungen auch Vorschläge und Wünsche der Zschieschener Dorfgemeinschaft aufgenommen worden. Sie sahen ursprünglich eine kleine Spielecke im vorderen Bereich vor. Und zusätzlich ein kleines Industriedenkmal mit der Präsentation einer Anlage zur mechanischen Kraftübertragung als Erinnerung an die vielen Brauerei-Jahre.

Was von diesen Ideen nun umgesetzt wird, ist Bestandteil des auf den Sommer verschobenen Beschlusses. 

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