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Platz für noch mehr Eigenheime

Die Stadt verhandelt über eine neue Fläche für Häuslebauer nahe der B 182. Aber ist der Kauf schon in trockenen Tüchern?

© Andreas Weihs

Von Eric Weser

Wenn es so etwas wie ein „Wohnstadt“-Siegel gäbe, Strehla würde sich wohl darum bewerben. Ruhig leben im verträumten, mittelalterlich geprägten Ort – das ist das Pfund, mit dem die Nixenstädter bei Häuslebauern wuchern können. Doch Bauflächen sind in den letzten Jahren zunehmend rar geworden.

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Derzeit wird einiges dafür getan, dass sich daran etwas ändert. An der Alten Steingutfabrik will ein privater Investor Platz für bis zu 40 Eigenheime schaffen. Und auch die Stadt scheint auf dem Weg, bald eine größere Fläche anbieten zu können.

Hinter verschlossenen Türen hat der Stadtrat bei seiner letzten Sitzung Ende Mai den Weg geebnet, um ein über zweieinhalb Hektar großes Areal zwischen der Oberschule und der Bundesstraße 182 zu kaufen. Das bestätigte die Stadtverwaltung Strehla auf Anfrage der Sächsischen Zeitung. „Dieses Grundstück ist für die künftige Entwicklung und Ausweitung von Gemeindebedarfsflächen und Schaffung neuer Wohnbaustandorte vorgesehen“, heißt es aus dem Rathaus.

Eine Frage des Preises

Dass der Verkauf im Gange sei, bestätigt auch Werner Loos aus Bad Saarow bei Berlin. Der Makler verkauft das frühere Gärtnereigelände, das bis jetzt noch „einem Eigentümer aus München“ gehört, der es nach der Wende erworben hatte und es nun losschlagen möchte. In trockenen Tüchern sei der Handel zwar noch nicht, sagt Loos. Aber er glaube nicht, dass die Stadt jetzt noch einen Rückzieher mache.

Wie viel die Stadt für das Areal bezahlt, lässt der Makler offen, rechnet aber vor: „Der Baulandpreis vor Ort liegt bei 30 Euro je Quadratmeter, davon kann man zwischen 10 und 80 Prozent verlangen, wenn es wie in diesem Fall unerschlossen ist.“ Bevor die Fläche Bauland werden könne, werde aber noch einige Zeit vergehen, so Makler Loos. „Vorher muss parzelliert werden, ein Bebauungsplan dürfte nötig sein.“