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Platz für Visionen

Das H & H Möbelzentrum in Kamenz erfindet sich von Zeit zu Zeit neu. Denn Chef Dirk Hinniger sprüht nur vor Ideen.

© Matthias Schumann

Von Ina Förster

Kamenz. Alle bisherigen Küchen müssen raus! Und die Abteilung der Büro- und Jugendzimmermöbel braucht ebenfalls Luft um die Hüften. Außerdem benötigt die Bettenabteilung eine Veränderung. Für eingefleischte Schnäppchenjäger klingt das zu Recht nach einer wahren Fundgrube. Eine solche ist das Möbelhaus H & H in Kamenz derzeit wirklich. Noch nie war so viel Rotstift. Noch nie war so viel Umdenken.

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Die drei große Pyramiden-Hainbuchen beeindrucken durch ihre Form. Und passen sich gut in die neue Fassadengestaltung ein. 20 Jahre alt waren sie bereits bei der Pflanzung letzten November.
Die drei große Pyramiden-Hainbuchen beeindrucken durch ihre Form. Und passen sich gut in die neue Fassadengestaltung ein. 20 Jahre alt waren sie bereits bei der Pflanzung letzten November. © Anne Hasselbach

Im 29. Jahr des Bestehens gibt es einen Rundum-Schlag im Möbelzentrum, der sich gewaschen hat. Und die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit Monaten. Das sticht der Kundschaft schon länger ins Auge. Das äußere Erscheinungsbild hat eine wahre Metamorphose durchlaufen. Die Fassade wurde bereits im letzten Herbst von lokalen Firmen komplett erneuert. Sie bekam sozusagen eine einheitliche „Spange“ verpasst. Verschwunden sind die unterschiedlichen Geschosshöhen. Homogen paaren sich edles Grau und Rot aktuell mit dem frischen Grün von drei ausgewählten Pyramiden-Hainbuchen. Allein letzte geben ein imposantes Bild ab. Landschaftsgärtner und -gestalter Sandro Gebler brachte sie im November mit seinem Team in die Kamenzer Erde.

Mittlerweile tragen die 20 Jahre alten Bäume Blätter und ziehen mit ihrer außergewöhnlichen Form alle Blicke auf sich. Auch die Dächer wurden erneuert und mehr Tageslicht ins obere Geschoss gebracht. Doch selbst innen passiert einiges. „Hier wird derzeit alles auf den Kopf gestellt“, gibt Chef Dirk Hinniger zu und geht auch an diesem Montagmorgen die neuen Ausstellungsbereiche ab. Überall Handwerker, überall Spuren von Veränderung

.

„Von Zeit zu Zeit muss man sich neu erfinden“, meint der Geschäftsführer, der für seine Visionen bekannt ist. Kleine Brötchen zu backen, hatte er in der Lessingstadt nie vor. Von Beginn an wollte er der Kundschaft das Gefühl geben, nicht in einem „Wald- und Wiesen-Möbelhaus“ einzukaufen. „Wir kommen den Ansprüchen und Nachfragen unserer Kunden einfach entgegen. Diese wachsen und verändern sich stetig. Wir möchten Trends und Wünsche bedienen. Das war schon immer so. Der aktuelle Slogan lautet: Großstadtauswahl für Kamenz“, erklärt er seine Ambitionen.

Dafür muss man Umbauten in Kauf nehmen. Allein das neue 750 Quadratmeter große Prisma-Küchenstudio, das bald ins Obergeschoss zieht, erfordert Augenmaß und Einsatz. „Hier wird man künftig das Modernste finden, was es küchentechnisch auf dem Markt gibt“, sagt Dirk Hinniger. Ein Traum für jede Hausfrau und jeden Hobbykoch. 41 Vorzeige-Küchen sollen bis Ende August montiert sein. Innenarchitekten haben die Planung dafür übernommen. Wie auch für das neue Polstermöbel-Studio, welches im Erdgeschoss entsteht. „Wir möchten dort neben den klassischen Angeboten vor allem auch flippige und anspruchsvolle Modelle anbieten. Dafür brauchen wir mehr Platz für eine zeitgemäße, großzügige Präsentation“, so der Geschäftsführer. „Die Kundschaft braucht wahrlich nicht nach Dresden fahren, um das zu bekommen, was sie sucht.“

Dass ganz nebenbei ein kleiner Skulpturen-Park im Außengelände entsteht, ist übrigens dem Kunst-Faible des Möbelhaus-Chefs zu verdanken. „Der Denker“ von Thomas Birke steht bereits, weitere Granit-Schönheiten aus der Nebelschützer Bildhauerwerkstatt sollen folgen.