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Platz für eine Weinpause

Am Copitzer Hauptplatz beginnt die Sächsische Weinstraße. Dort kann man jetzt noch schöner sitzen. Dafür haben die Pirnaer Weinfreunde gesorgt.

Ein Prosit auf die Sandsteinbänke: Pirnaer Weinfreunde enthüllen sie beim Weinblütenfest auf dem Copitzer Hauptplatz. Marion Gruner von der Firma Gruner Galabau (Mitte), Jenny Zumpe (re.), amtierende Sächsische Weinprinzessin von 2019 und Tochter Frie
Ein Prosit auf die Sandsteinbänke: Pirnaer Weinfreunde enthüllen sie beim Weinblütenfest auf dem Copitzer Hauptplatz. Marion Gruner von der Firma Gruner Galabau (Mitte), Jenny Zumpe (re.), amtierende Sächsische Weinprinzessin von 2019 und Tochter Frie © Daniel Förster

Bitte Platz nehmen: Diesem Aufruf sind am Sonntag viele Besucher beim Weinblütenfest in Pirna-Copitz gefolgt. Die Pirnaer Weinfreunde hatten am Hauptplatz zu einer geselligen Runde geladen - mit handgemachter Musik und erlesenem Rebensaft. Das Fest sollte ursprünglich Anfang Juni stattfinden, musste wegen der Corona-Pandemie jedoch abgesagt werden. Erst jetzt konnte das Fest nachgeholt werden.

Angestoßen wurde jedoch nicht nur auf den Wein. Es gab noch weiteren Grund zum Feiern. Denn anlässlich des Weinblütenfests wurden auf dem Hauptplatz zwei neue Sitzgelegenheiten eingeweiht. Die zwei Sandsteinbänke hatten Pirnaer Weinfreunde bei Steinmetz Gabriel Heimann in Auftrag gegeben. Etwa 300 Kilogramm bringen die Bänke, die aus Cottaer Sandstein gefertigt wurden, auf die Waage. Sie sind der neue Hingucker auf dem Hauptplatz. Zu dem Ensemble gehört bereits eine Sandsteinsäule, die den Beginn der Sächsischen Weinstraße markiert. Die Bänke werten das Areal nun weiter auf und sorgen für mehr Gemütlichkeit.

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Die Kosten dafür betragen rund 7.000 Euro. Die Stadt Pirna unterstützt die Initiative mit rund 2.500 Euro. Der Rest stammt von privaten Spendern. Auch der Lions-Club hat sich finanziell an den Bänken beteiligt.

Dabei soll es nicht bleiben. Die Weinfreunde wollen den Hauptplatz noch weiter umgestalten. Dafür haben sie bei Steinmetz Gabriel Heimann bereits den nächsten Auftrag ausgelöst. Er soll eine dritte Bank und einen Tisch aus Sandstein meißeln. Die neuen Möbelstücke sollen im kommenden Jahr in Copitz aufgestellt werden. Geplant ist zudem eine Informationstafel, um auf das Pirnaer Weinviertel aufmerksam zu machen. Gleiches gilt für den Lehrpfad zum Thema Wein, der in Copitz beginnt. Spaziergänger können sich auf dem Rundwanderweg auf die Spuren des Pirnaer Weinbaus begeben.

In der Sandsteinstadt Pirna beginnt die Sächsische Weinstraße. Auch wenn die Ursprünge des Weinanbaus in Pirna vermutlich nur bis in das 17. Jahrhundert zurückgehen. Die Elbhänge  rechts des Flusses  sind das südlichste Anbaugebiet Sachsens. Seit mindestens 300 Jahren wird in Pirna bereits Wein angebaut – und mit Sicherheit schon viel länger getrunken. Erstmals berichtet 1729 „Petermanns Pirnische Chronik“ von den „anmutigen Weinbergen“ und dem Weinbau an den „Steinfelsen von Copitz und Poste“. Anfang des 20. Jahrhunderts geriet der Weinbau in Vergessenheit. Heute lassen wieder mehrere Weinbauern in Pirna-Copitz ihre Trauben unter den überhängenden Sandsteinfelsen reifen. 

Allen voran Winzer Wolfgang Winn. Er pflegt gerade den aktuellen Jahrgang, der im Spätsommer geerntet wird. Damit dieser besonders gut mundet, ist laut Winn noch etwas mehr Sonne nötig. Die nächsten vier Wochen seien nun entscheidend für die  Qualität des Weins. Der Weinbauer ist zumindest froh, dass es in Pirna im Frühjahr keinen Frost gab.

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