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Plauener Schüler siegen bei Energiecup

Die EnviaM und die Stadtwerke organisieren jedes Jahr ein Fußballfest. Und damit hört die Zusammenarbeit nicht auf.

Von Jens Hoyer

Die kleinen Fußballer aus den sächsischen Mittelstädten waren gestern beim Energiecup nicht zu schlagen. Die Mannschaft der Stadtwerke Plauen siegte vor Torgau und Zwickau. Die Mannschaft der Grundschule Mochau, die sich vor einigen Wochen beim Doblina Cup der Döbelner Stadtwerke mit einem Sieg qualifizierte, kam auf den 8. von 13 Plätzen. Ein bisschen Enttäuschung machte sich schon breit unter den Ein- bis Viertklässlern. „Sie haben das aber gut weggesteckt“, sagte Sportlehrerin Doreen Klessig. „Immerhin waren sie ja die beste Mannschaft der Region und sie waren auch heute sehr motiviert.“ Einige Mütter halfen beim Betreuen der zehn Jungs im Grunersportpark. Vater Ronald Göllnitz aus Zschaitz verdiente sich als Betreuer und Trainer der kleinen Fußballer besondere Lorbeeren. Doreen Klessig äußerte sich lobend über die Fußballwettbewerbe. „Es ist sehr schön, dass die Stadtwerke so etwas für die Kinder organisieren.“ Die Ausrichter kümmern sich auch um einen Bus. „Das würde uns 160 Euro kosten“, so die Lehrerin.

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Der Energiecup der EnviaM wird traditionell in Döbeln ausgetragen. Die Stadt liegt zentral und im Grunersportpark herrschen gute Bedingungen. 13 Stadtwerke reisten gestern mit ihren Mannschaften an. Nicht nur aus Sachsen, sondern mit Altenburg auch aus Thüringen und mit Luckau-Lübbenau aus Brandenburg. Nur im vergangenen Jahr hatte das Turnier wegen des Hochwassers nach Aue verlagert werden müssen. Die Mannschaft der Roßweiner Grundschule am Weinberg kam damals auf einen respektablen dritten Platz. „Die hatten viele Fußballer in der Mannschaft“, sagte Stadtwerkechef Reinhard Zerge. Auch bei den Siegermannschaften in diesem Jahr seien „richtige kleine Spielerpersönlichkeiten“ aufgelaufen. Zerge würdigt aber auch die Leistung der Mochauer Schüler. „Sie haben gekämpft und uns gut vertreten. Die Kinder und Eltern haben großen Einsatz gezeigt.“

Der Wettbewerb, der zum 6. Mal ausgetragen wurde, ist vor allem ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit der Stadtwerke und des großen Unternehmens EnviaM. Diese reicht weit über die Organisation von Fußballwettbewerben hinaus. Natürlich stehe man mit der EnviaM im direkten Wettbewerb um Kunden, sagte Zerge. „Der Wettbewerb ist die eine Seite, trotzdem können wir vernünftig zusammenarbeiten.“ Mit den anderen Stadtwerken geht die Zusammenarbeit noch weiter. 13 von ihnen haben den Verein „Eprosa“ gegründet, eingetragen am Amtsgericht Döbeln. Reinhard Zerge ist Vorsitzender. Der Verein sieht sich als die Interessenvertretung der kleinen Energieunternehmen, sagte Zerge. „Wir versuchen auch mit der regionalen Politik, mit Städten und Gemeinden in Kontakt zu kommen.“ Viele Probleme und Abläufe seien bei den Stadtwerken die gleichen. „Wir organisieren gemeinsam Ausbildungsveranstaltungen und Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen in der Energiebranche.“ Auch teure Rechtsanwälte werden gemeinsam bezahlt, wenn diese sich mit Problemen beschäftigen, die alle Stadtwerke betreffen. Einmal im Monat gebe es ein Treffen, bei dem Strategien abgesprochen werden. Auch in Krisenfällen stehen die Stadtwerke einander bei. Etwa beim Hochwasser in Döbeln. Die Stadtwerke Döbeln hätten auch schon Partnern unter die Arme gegriffen, so Zerge.