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Plötzlich und unerwartet?

über das Kamenzer Schulbaupläne-Fiasko

Frank Oehl

Einen kleinen Gewinn zu sichern, ist manchmal wichtiger als die Aussicht auf einen großen, wenn der mit dem Risiko verbunden ist, am Ende gar nichts zu besitzen. Diese Lebensweisheit drückt das Sprichwort vom Spatzen in der Hand aus, der besser sei als die Taube auf dem Dach. Daran wurden wir spätestens in dieser Woche erinnert, nachdem es in Dresden ein „klärendes Gespräch“ zum Trägerschaftswechsel der weiterführenden Schulen vom Landkreis Bautzen an die Stadt Kamenz gegeben hatte. „Plötzlich und unerwartet“ verstorben waren danach die weitreichenden Schulbaupläne der Stadt, hieß es sinngemäß.

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Nun, ganz so überraschend trifft das Ergebnis die Stadt wohl nicht. Bereits am 24. April hatte es zumindest aus dem Kultusministerium deutliche Signale gegeben, die im Rathaus aber wohl falsch interpretiert worden waren. Natürlich war da schon zu erkennen, dass auch die Städtebauförderung wackelt, wenn das Fachministerium sowohl den Sinn des Trägerwechsels, als auch der Schulbauförderung klar und deutlich bezweifelt.

Nun ist guter Rat teuer. Die Gefahr, dass Kamenz ein qualifizierter Oberschulstandort mit einem Lessinggymnasium am Rande wird, ist größer denn je. Die Taube auf dem Dach ist unerreichbar. Und wo bitte ist der Spatz in der Hand?