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Poker um Verwaltungskosten

Klingenberg übernimmt für die Nachbargemeinde Verwaltungsarbeiten. Doch dabei gibt es Zoff.

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Von Franz Herz

Die Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau bildet mit Klingenberg eine Verwaltungsgemeinschaft, in der es aber Streit ums Geld gibt. In der Gemeinschaft übernimmt Klingenberg als eine Art Dienstleister die Verwaltungsaufgaben. Hartmannsdorf-Reichenau bezahlt dafür eine Umlage. Und über deren Höhe sind sich die beiden Gemeinden nicht einig. Das zeigte sich bei der Gemeinderatsdiskussion über den Haushalt in Hartmannsdorf.

Klingenberg will eine Vorauszahlung von 157 500 Euro haben. Diese wird am Ende des Jahres exakt abgerechnet nach den Kosten, die tatsächlich für die Verwaltungsarbeit angefallen sind. Reinhard Pitsch (parteilos), der Bürgermeister von Hartmannsdorf-Reichenau, zog diese Summe aber in Zweifel und schlug vor, nur 120 000 Euro als Vorauszahlung einzuplanen. Diese Summe, so sagte der Klingenberger Finanzchef Carlo Schütze in der Sitzung, wäre sehr niedrig angesichts dessen, dass in den Vorjahren rund 170 000 Euro abgerechnet wurden. Er nannte die 157 500 Euro einen vernünftigen Kompromiss. Diesen Kompromiss beschnitt der Gemeinderat in Hartmannsdorf aber noch einmal und setzte die Vorauszahlung für dieses Jahr auf 140 000 Euro fest. Am Ende des Jahres wird sich zeigen, was die Abrechnung tatsächlich bringt.

Klingenberg plant jetzt trotzdem mit den ursprünglich vorgesehenen 157 500 Euro und versucht, noch eine Einigung zu erzielen, sagte Schütze der SZ. Wenn das nicht möglich ist, muss wohl das Landratsamt als Schiedsrichter eingreifen.