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Polen akzeptieren deutsche Chefs

Die Beliebtheit der Deutschen ist im Nachbarland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen.

Warschau/Berlin. Ein deutscher Schwiegersohn, Nachbar oder Chef – für die Mehrheit der Polen ist das heute kein Problem mehr. In dem gestern veröffentlichten „Deutsch-Polnischen Barometer“ des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau zeichnet sich ein deutlich positiveres Bild der westlichen Nachbarn ab. Im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen der Vorjahre seien die Sympathiewerte der Deutschen noch gestiegen, sagte Agnieszka Lada, Autorin der gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung erstellten Studie. Befragt wurden, wie in den Vorjahren, rund 1 000 Teilnehmer.

Fanden im Jahr 2000 noch 38 Prozent der Polen die Deutschen sympathisch, sind es nun 47 Prozent – und 84 Prozent finden es gut, deutsche Kollegen oder Mitbewohner zu haben. Für fast ebenso viele (80 Prozent) sind deutsche Freunde akzeptabel, und für mehr als drei Viertel der Polen ist ein deutscher Schwiegersohn oder eine deutsche Schwiegertochter keine Familientragödie. Im Jahr 2000 hätten es nur 45 Prozent der Befragten gerne gesehen, wenn ein Deutscher in die Familie einheiratet.

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Daran haben wohl auch die Eigenschaften Schuld, die den Deutschen zugeschrieben werden: Die Deutschen seien gut organisiert, meinen 78 Prozent der Polen. 73 Prozent halten ihre westlichen Nachbarn für unternehmerisch und immerhin 65 Prozent für fleißig. Fast die Hälfte der Polen (48 Prozent) hält Deutschland zudem für den wichtigsten internationalen Partner Polens, weit vor den USA (28 Prozent), Großbritannien (22 Prozent) oder Russland (21 Prozent). (dpa)