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Politik muss Sorgen der Bauern ernst nehmen

über die ungeklärten Kälberdiebstähle

Anja Beutler

Im Krimi beginnt die Suche nach einem Täter immer mit der Suche nach dem Motiv. Wenn das nicht greifbar ist, wird es schwierig, ja aussichtslos. So scheint es auch bei der Suche nach den Kälbern, die in Berthelsdorf gestohlen wurden, zu sein: Wieso fährt jemand mit großem Transporter vor, um Kälber zu stehlen, die er dann noch alle paar Stunden an den Futterautomaten führen muss? Was wollen die Diebe, die mit ihrem erbeuteten Gut ja meist schnelles Geld machen wollen, mit aufwendig aufzuziehenden Tieren, die man aber in einer normalen Herde gar nicht unterjubeln kann? Die Kälber sind zudem zum Teil zu klein zum Schlachten und auch keine Rasse, die für diesen Zweck gezüchtet wurde.

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Klar – in so einer Situation schießen Spekulationen über einen Export über die EU-Grenzen schnell ins Kraut. Und proportional dazu wachsen auch Ängste vor weiteren Raubzügen, aber eben auch die Wut auf den Staat, der bislang noch keine Erfolge vermelden kann. Dass hinter diesen Diebstählen besondere kriminelle Energie steckt, dass es nach bandenmäßigem Vorgehen riecht, sollte Alarmzeichen genug sein, diesen Taten etwas mehr Aufmerksamkeit beizumessen.