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Politik statt Dorffeste

Sabine Kunze aus Rothenburg äußert sich zum Beitrag „Ungleiche Kontrahenten“ zur Landratswahl am Sonntag (SZ vom 30./31. Mai): Um die Ungleichheit beider Kandidaten zu demonstrieren, wird ihre öffentliche Wahrnehmung herangezogen.

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Sabine Kunze aus Rothenburg äußert sich zum Beitrag „Ungleiche Kontrahenten“ zur Landratswahl am Sonntag (SZ vom 30./31. Mai):

Um die Ungleichheit beider Kandidaten zu demonstrieren, wird ihre öffentliche Wahrnehmung herangezogen. Da ist es logisch, dass der Amtsinhaber öfter in den Medien erscheint als der Mitbewerber. Doch der Mitbewerber, der auch noch zur Opposition gehört, hat durchaus Erfolge nachzuweisen. Nur darüber steht kaum etwas in der Sächsischen Zeitung. Herr Schultze unterstützte den erfolgreichen Kampf der Gebelziger gegen den Grauwackeabbau, die ebenfalls erfolgreichen Seifhennersdorfer Schulrebellen beim Erhalt ihrer Mittel-/Oberschule, setzte sich für eine bessere finanzielle Ausstattung der präventiven Jugendarbeit im Kreis ein, die vom Landrat einfach ausgesessen wurde. Er engagierte sich gegen neonazistische Umtriebe oder für einen Strukturwandel in der Lausitz, um den unvermeidlichen Ausstieg aus der Braunkohle sozial verträglich zu gestalten. Doch über all das fand man nichts in den Medien, die offensichtlich lieber ganzseitig über Dorffeste als über politische Auseinandersetzungen berichten.