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Polizei ermittelt nach Zigida-Versammlung

Der sogenannte Spaziergang von Pegida-Anhängern und ihren Gegnern in Zittau hat Folgen. Keine der beiden Versammlungen war vorab angemeldet.

Zittau. Nach dem weitgehend friedlich verlaufenen Gang durch die Innenstadt von Zittauer Pegida-Anhängern und ihren Gegnern vornehmlich aus der linken Szene ermittelt nun das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei. Denn sowohl die Zigida-Bewegung als auch die Gegendemonstranten hätten ihre Aufzüge vorab bei den zuständigen Stellen anmelden müssen. Das schreibe das Versammlungsgesetz vor, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Görlitz, Thomas Knaup. Das sei aber in keinem der beiden Fälle geschehen, obwohl die Zusammenkünfte vorab vor allem über soziale Netzwerke organisiert worden seien.

Nach Angaben von Knaup ermittele man derzeit, wer als Organisator der beiden Versammlungen zu sehen sei. Vor Ort hatte sich weder auf der einen noch auf der anderen Seite ein Organisator zu erkennen gegeben. Auch eine spontane Anmeldung der Versammlung sei auf dem Zittauer Marktplatz, wo sich beide Gruppen gegen 18.30 Uhr getroffen haben, nicht erfolgt.

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Generell schätzt die Polizei die Lage am Montagabend als weitgehend friedlich ein. Allerdings habe man in den Reihen der Zigida-Bewegung zwei Personen ausmachen können, die gegen das Vermummungsverbot verstoßen haben. Hier laufen ebenfalls Ermittlungen. Eine der beiden Personen sei inzwischen auch bekannt.

Insgesamt beziffert die Polizei die Zahl der Zigida-Sympathisanten mit 60 Personen, die Zahl der Gegendemonstranten auf etwa 30. Allerdings veränderten sich diese Zahlen im Laufe der Tour durch die Innenstadt immer wieder, da sich an mehreren Stellen Personen aus den Gruppen verabschiedeten oder auch neu hinzukamen.

Die Frage, ob es in der kommenden Woche erneut eine Zittauer Pegida-Versammlung geben wird, ließ sich am Montagabend nicht beantworten. Von Teilnehmern des Zigida-Spazierganges hieß es, man habe durchaus Interesse daran, sich wieder zu einem friedlichen Gang durch die Stadt zu treffen.

Allerdings hofften einige auch, dass in der kommenden Woche auch in Dresden wieder eine Pegida-Demonstration stattfinden werde, an der sie bereits teilgenommen hatten. Sollte es in Zittau ebenfalls wieder eine Versammlung geben, sei das sicherlich über die sozialen Netzwerke im Internet zu erfahren, hieß es. (SZ/abl)