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Polizei erschießt kranken Fuchs

Anwohner haben auf ihrer Straße beobachtet, dass sich das Tier unnatürlich verhält. Nun wird es untersucht.

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Von Kerstin Fiedler

Wenn sich Katzen ohne Furcht einem Fuchs nähern, kann etwas nicht stimmen. Das sagten sich am Dienstagmittag auch die Bewohner der Straße Zur Kohlengrube in Großdubrau und informierten die Polizei. Bürgerpolizist Ingolf Claus besichtigte den Fuchs und informierte darüber Bürgermeister Siegfried Schuster. „Wenn sich ein Fuchs mitten am Tag auf einer Straße nicht einmal verscheuchen lässt, dann kann er eigentlich nur krank sein“, vermutete der Polizeihauptkommissar.

Siegfried Schuster versuchte dann, den zuständigen Jagdpächter zu erreichen. Das stellte sich jedoch schwierig dar. „Der Jäger war nicht greifbar, deshalb bat ich die Polizei, das Tier zu erschießen“, sagt Siegfried Schuster. Er besah sich danach die Stelle und räumte nach Anweisung des Landratsamtes das Tier in eine Mülltüte. So verpackt kam der Fuchs ins Veterinäramt. Gestern wurde der Kadaver per Kurier in die Landesuntersuchungsanstalt nach Dresden gebracht. Heute Nachmittag rechnet das Landratsamt mit einem Befund.

Ansteckungsgefahr bei Räude

Je nachdem, um welche Krankheit es sich handelt, kann sie ansteckend sein. Räude zum Beispiel könnte auch die Katzen gefährden, die mit dem Fuchs in Kontakt kamen. Diese Krankheit bei Füchsen wird oft durch untypisches Verhalten wie Umherwandern am helllichten Tag und häufiges Kratzen begleitet. Erst wenn die Diagnose aus Dresden kommt, will Siegfried Schuster weitere Schritte bedenken. Dann müssten die Katzenbesitzer eventuell mit ihren Tieren zum Arzt gehen, um eine eventuelle Ansteckung behandeln zu lassen. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sechs Wochen.