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Polizei fliegt Grenze mit Hubschraubern ab

Die Beamten scannen derzeit regelmäßig die Gegend in und um Görlitz mit der Maschine. Daran wird sich wohl bis auf weiteres nichts ändern.

Von Marc Hörcher
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Symbolbild
Symbolbild © SZ/Steffen Gerhardt

Beamte der Bundespolizei Ludwigsdorf setzen derzeit verstärkt einen Hubschrauber mit Spezialtechnik und Wärmebildkamera ein, um die deutsch-polnische Landesgrenze in Görlitz und im Umland zu kontrollieren. Hintergrund seien die Grenzkontrollen im Hinblick auf den Corona-Schutz, erklärt Michael Engler, Sprecher der Bundespolizei, der SZ auf Nachfrage.

"In den nächsten Tagen und Wochen wird das wohl weiter regelmäßig passieren. Es handelt sich hierbei um Routine-mäßige Grenzüberwachungsflüge, die wir sowieso übers Jahr verteilt ohne konkreten Anlass immer mal wieder vornehmen", so der Sprecher. Aufgrund der aktuellen Situation nutze man die Maschine, die ohnehin vorhanden sei, nun verstärkt. Dass man am Mittwoch mithilfe des Hubschraubers erfolgreich einen Drogenschmuggel über die Neiße verhindert habe, sei seiner Ansicht nach ein weiteres Argument für dessen Einsatz.

Mit der Spezialtechnik lasse sich ein "ziemlich großer Bereich überwachen" - diese Vorgehensweise sei effizienter als mobile Streifen, erklärt Engler. Dabei gehe es vor allem auch um den Bereich der "Grünen Grenzen" - also die Landesgrenzen ohne direkte Grenzübergangsstellen.

Man bitte die Anwohner um Verständnis, auch hinsichtlich der Geräuschkulisse. In der Facebook-Gruppe "Görlitzer Stadtgeflüster" war seitens der Nutzer die Frage aufgekommen, was es mit den Hubschrauber-Flügen, die oft zwischen 22 und 0 Uhr stattfinden, auf sich habe. Manche hatten sich dort auch über den Lärm beschwert.

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