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Polizei geht neuen Spuren zum geköpften Wolf nach

Brandenburger Ermittler nehmen freiwillige DNA-Tests von Jägern und befragen Zeugen zu Schüssen in einem Stall und auf ein Haus.

Von Irmela Hennig

Erst traf es einen Rüden in der brandenburgischen Region Lieberose bei Cottbus. Das Tier war im August erschossen und anschließend geköpft worden. Kurz nach Weihnachten entdeckte ein Jagdpächter auf einem Feld bei Hirschfeld an der sächsisch-brandenburgischen Grenze (Kreis Elbe-Elster) erneut einen geköpften Wolf. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

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Zumindest im zweiten Fall gibt es jetzt konkrete Hinweise. Und die Beamten des Kommissariats Schwere Umweltkriminalität beim Landeskriminalamt hoffen, dass DNA-Proben die Ermittlungen voranbringen. Bei Befragungen in den vergangenen Tagen seien auf freiwilliger Basis Proben abgegeben worden, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Dietmar Keck. Wie viele Personen um Proben gebeten wurden und wo genau, gab die Polizei nicht bekannt. Allerdings wurde deutlich, dass man am Wolf wohl menschliche DNA sichern konnte. Die werde verglichen mit der DNA von Menschen, die möglicherweise mit dem Tier Kontakt gehabt haben könnten.

Die Polizei geht auch neuen Hinweisen zu dem jüngsten Fund nach: Hirschfeldes Ortsbürgermeister habe angegeben, bei einer Feier von einem Mann gehört zu haben, dass ein Wolf in einen Stall im Dorf eingedrungen und vom Inhaber erschossen worden sei, berichtete die Lausitzer Rundschau. Keck bestätigte, dass der Hinweis geprüft werde. Auch sei angegeben worden, dass am Silvesterabend auf ein Wohnhaus geschossen worden sei. Nach wie vor prüft die Polizei zudem, ob es einen Zusammenhang zu der ersten illegalen Wolfstötung gibt. Noch nicht klar ist, aus welchem Rudel das in Hirschfelde getötete Tier stammt. (mit dpa)