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Polizei muss halten, was sie verspricht

über die Ermittlungen zur Brandserie

Gabriele Naß

Ehrlich gesagt, ich bin skeptisch. Wenn Kriminalrat Wirsig jetzt erklärt, dass es gute Chancen gibt, die aktuelle Brandserie in Bischofswerda aufzuklären, will ich ihm das gern glauben. Aber das wurde den Bischofswerdaern 2011 so auch gesagt. Auch damals gab es eine Brandserie. Auch damals gab es eine Sondergruppe der Polizei, die ermittelt hat. Und auch damals sah man gute Chancen, die Täter zu stellen. Aber bis heute ist das nicht gelungen.

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Jeder Brandstifter hinterlässt Spuren? Der von 2011 hat offenbar nicht genug verwertbares Material hinterlassen. Und damals war Mai, viel besseres Wetter als jetzt, da es stürmt, ständig regnet und ein Haufen Laub umherfliegt. Ich stelle mir vor, dass dieses Wetter die Spurensuche jetzt nicht eben begünstigt.

Der Brandstifter von 2013 hat Ruhe gegeben. So scheint es. Vielleicht hat sich damit die Hoffnung von Bischofswerdas Feuerwehrleuten erfüllt, deren Chef in einem Gespräch mit der SZ vor wenigen Tagen sagte, allein die Anwesenheit der Soko könnte ihn zum Aufhören animieren. Aber selbst wenn dem so ist: Die Polizei braucht den Ermittlungserfolg. Kein Täter darf straffrei ausgehen.