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Polizei fängt entlaufenen Emu ein

Der neugierige Vogel wurde erstmals am Wochenende nahe der Autobahn bei Burkau gesichtet. Sind weitere Tiere unterwegs?

Ziemlich zutraulich war Montagmittag dieses Tier. Es konnte bei Burkau eingefangen werden.
Ziemlich zutraulich war Montagmittag dieses Tier. Es konnte bei Burkau eingefangen werden. © RocciPix / Rocci Klein

Burkau. Der Ausflug ist vorbei. Die Polizei fing am Montagvormittag einen Emu ein, der während der vergangenen Tage mehrfach zwischen Bautzen und Kamenz gesehen wurde. So spazierte der Laufvogel am Sonntag in der Nähe der Autobahn-Auffahrt Burkau umher. Das Tier entzog sich aber den herbeigeeilten Polizisten und tauchte in einem Waldstück unter. Zeitgleich versuchten die Beamten zu ermitteln, wem der seltene Vogel gehört. Vergeblich – keiner der angerufenen Besitzer solcher Tiere vermisste einen Emu. Nicht nur die Herkunft des Laufvogels blieb ein Rätsel, auch sein Versteck. „Er wurde hier nicht wieder gesehen“, sagte Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein am Montagmorgen.

Fahrzeuge „abgeklopft“

Als hätte der Emu das gehört, tauchte er plötzlich wieder auf. Er wanderte unweit von Ohorn auf der Straße zum Forsthaus Luchsenburg entlang und klopfte im wahrsten Sinne des Wortes mehrere Fahrzeuge ab. Viele Autofahrer filmten das Tier, das in freier Wildbahn hierzulande eher selten anzutreffen ist. Augenzeugen riefen erneut die Polizei, die zusammen mit dem Tierschutzverein Bischofswerda und Mitarbeitern der Straußenfarm Helmsdorf aus Stolpen die Verfolgung aufnahm. Gegen 11 Uhr widersetzte sich das Tier nicht länger seiner Gefangennahme. Der Emu wurde in die Straußenfarm gebracht, wo er zunächst bleiben darf – bis sich die Besitzer melden. „Dem Emu geht es gut, er kommt jetzt in unsere Kindergruppe“, berichtete Janine Golla von der Straußenfarm am frühen Nachmittag. Wie alt das Tier etwa ist, konnte Janine Golla noch nicht sagen. „Dazu müssten wir ihn wiegen, aber das wäre heute zu viel für ihn.“

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Polizei bleibt aufmerksam

Offen ist, ob noch weitere Laufvögel durch die Oberlausitz streifen. Augenzeugen berichteten von mindestens zwei Tieren. Die Polizei behält das Thema auf dem Schirm. „Leider hinterlassen solche Tiere ihren Aufenthaltsort nicht“, scherzte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz. Wer einem Emu begegnet, sollte nicht auf eigene Faust versuchen, ihn zu fangen. Mit den spitzen Schnäbeln ist nicht zu spaßen.

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