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Polizei sagt nur wenige Streifen ab

Eine positive Bilanz zieht die Polizeidirektion Görlitz zu den binationalen Streifen im vergangenen Jahr. In den Revieren Görlitz und Zittau gingen demnach 116-mal polnische und deutsche oder tschechische und deutsche Polizisten gemeinsam auf Streife.

© dpa

Von Anja Beutler

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Eine positive Bilanz zieht die Polizeidirektion Görlitz zu den binationalen Streifen im vergangenen Jahr. In den Revieren Görlitz und Zittau gingen demnach 116-mal polnische und deutsche oder tschechische und deutsche Polizisten gemeinsam auf Streife. Das teilte jetzt Polizeihauptkommissar André Schäfer auf Nachfrage mit.

Oft an öffentlichen Plätzen präsent

Er bestätigte zudem, dass weitere 17 derartige Streifen kurzfristig abgesagt werden mussten. Gründe dafür waren zum einen aktuelle Einsätze oder Diensttermine der beteiligten Beamten oder auch Krankheitsfälle. Dass die Zahl dieser Ausfälle zu hoch sei oder ein Problem darstelle, könne er nicht bestätigen, sagte Schäfer. „Die Zahl hält sich in vertretbarem Rahmen“, betonte er.

Bei den 116 gemeinsamen Streifen handelte es sich um sogenannte Präsenzstreifen, bei denen sich die Polizisten ohne einen besonderen Anlass auf beiden Seiten der Grenze bewegen und vor allem durch die sprachlichen Möglichkeiten versuchen, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dabei steuerten sie auch 2014 vor allem Orte an, an denen sich besonders viele Menschen treffen – öffentliche Plätze oder Einkaufszentren auf beiden Seiten der Grenze zählen hier dazu.

Einsatz bei Merkel-Besuch in Görlitz

Darüber hinaus gab es auch im vergangenen Jahr gemeinsame Streifen zu besonderen Anlässen – vor allem bei Festen auf der einen oder anderen Seite der Grenze. Dazu zählten unter anderem der Kanzlerinnen-Besuch vor der Wahl in Görlitz, aber auch der Tag der Befreiung in Polen, die Kneipennacht oder das Straßentheaterfestival ViaThea in Görlitz, benennt der Hauptkommissar Beispiele. Diese gemeinsamen Einsätze – sowie weitere, speziell geplante sogenannte taktische Maßnahmen seien von den kurzfristig nötigen Absagen im vergangenen Jahr aber nicht betroffen gewesen.

Einen Unterschied in der Qualität der Zusammenarbeit mit den polnischen oder tschechischen Kollegen habe man nach Angaben von André Schäfer in der Polizeidirektion ebenfalls nicht beobachtet. Die Kooperationen und Absprachen haben sich über längere Zeit mit beiden Nachbar-Ländern gut eingespielt. Zudem gebe es im Revier Zittau-Oberland durch die besondere Lage im Dreiländereck trinationale Streifen, bei denen aus allen drei Ländern Beamte gemeinsam unterwegs sind.

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