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Polizei sucht Dynamo-Hooligans auch im Kreis

Nach Ausschreitungen im Oktober 2007 in Dresden wird nach 18 Männern gefahndet. Die Polizei erweitert die Suche auf Riesa-Großenhain.

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Nach dem Fußballspiel der SG Dynamo Dresden gegen den 1.FC Lok Leipzig am 28. Oktober 2007 ist es auf der Lennéstraße und auf dem Rathausplatz zu Ausschreitungen gekommen. Nach der Auswertung von Beweismitteln fahndet die Polizei seit Dienstag öffentlich nach 18Männern aus der Dynamo-Fanszene. „Sie stehen im Verdacht, an den Gewalttätigkeiten aktiv beteiligt gewesen zu sein“, heißt es aus der Pressestelle der Polizeidirektion Oberes Elbtal/Osterzgebirge.

Seit gestern erweitert die Polizei ihre Suche auch auf die Nachbarkreise, denn die Dynamo-Hooligans kommen nicht nur aus der Landeshauptstadt.

„Ich weiß, dass es auch in unserem Kreis Dynamo-Fans gibt“, sagt Jörg Dietze, der Präsident des Kreisverbandes Fußball Riesa-Großenhain. Zwar würde man sie verstärkt im Großenhainer Raum antreffen, aber es gebe auch welche in Riesa, die sich offen zu Dynamo Dresden bekennen. „Aber das müssen noch lange keine Hooligans sein“, so Dietze. Dennoch hält er es für sinnvoll, dass die Polizei die Suche nach den 18 Verdächtigen auf den Kreis Riesa-Großenhain ausdehnt.

Bereits während der Ausschreitungen im Oktober in Dresden waren 229 Gewalttäter in Gewahrsam genommen worden. Nun fragt die Polizei: Wer kennt die abgebildeten Personen oder weiß, wo sie sich aufhalten? Hinweise unter Telefon: 0351/4832233. (SZ)

www.sz-online.de/fahndung