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Polizisten studieren bald wieder direkt in Rothenburg

An der Hochschule wird die Präsenzpflicht wieder eingeführt. Digitales Lernen deshalb aber nicht abgeschafft.

Seit Mitte März gab es solche Bilder in den Hörsälen der Polizeihochschule in Rothenburg nicht mehr. Ab 1. Oktober soll es jedoch wieder Präsenzpflicht beim Studium für die künftigen Komissare geben.
Seit Mitte März gab es solche Bilder in den Hörsälen der Polizeihochschule in Rothenburg nicht mehr. Ab 1. Oktober soll es jedoch wieder Präsenzpflicht beim Studium für die künftigen Komissare geben. ©  Archiv/André Schulze

Die Hochschule der sächsischen Polizei geht voraussichtlich am 1. Oktober wieder zur Präsenzpflicht für das Studium an ihren beiden Standorten in Rothenburg und Bautzen über. Darüber informierte Rektor Carsten Kaempf auf SZ-Anfrage.

Man habe dies beantragt, so Kaempf weiter. Natürlich würden die zu diesem Zeitpunkt geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregelungen umgesetzt. Mitte März hatte das sächsische Innenministerium entschieden, die Präsenzpflicht an der Hochschule auszusetzen - zuerst bis zum 9. April, danach bis auf Weiteres. Im Gegenzug wurde das digitale Studium hochgefahren, was die Einrichtung im Frühjahr einigermaßen unvorbereitet traf.

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Studierende mussten sich schnell umstellen

Etwa 590 Studierende aus drei Jahrgängen Bachelorstudium, einem Jahrgang Masterstudium und einem Vorbereitungsjahrgang im Computer- und Internetkriminaldienst mussten sich schnellstmöglich auf das digitale Lernen umstellen. Wesentlicher Bestandteil wurde die Internetplattform moodle. Aus einer Testphase wurde am 1. Juni dann Regelbetrieb. Perspektivisch will man die sich nun neu ergebenden Möglichkeiten zu einem Managementsystem für das Bachelor- und Masterstudium weiterentwickeln, das auch in der Aus- und Fortbildung der sächsischen Polizei eingesetzt werden kann.

Mensa öffnet wieder zum Schuljahresbeginn

Schon einige Wochen zuvor, nämlich zum Start des neuen Schuljahres an den sächsischen Schulen am 31. August, geht die Übergangsmensa im Containerbau an der Friedensstraße wieder in Betrieb. Wie viele Portionen dann täglich gekocht werden, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen, erklärt Udo Lehmann, Geschäftsbereichsleiter Hochschulgastronomie beim Studentenwerk Dresden, das die Mensa der Polizeihochschule betreibt. Dies hänge vor allem von den Oberschülern ab, die dann zu den ersten Gästen nach der coronabedingten Schließung zählen werden. Weil die Kommissarsanwärter erst später wieder ins Studium einsteigen, wird es aufgrund der Abstandsregelungen vorerst wahrscheinlich nicht zu Platzproblemen kommen. Dies könnte ab Oktober anders aussehen. "Darüber müssen wir uns Gedanken machen", so Lehmann.

Die Essensversorgung am Standort Bautzen nimmt das Studentenwerk Dresden bereits am 10. August wieder auf. Dort ist neben dem ersten Studienjahr der Polizeihochschule auch die Berufsakademie mit angeschlossen. Die Abläufe sollen über veränderte Pausenregelungen entzerrt werden.

2012 wurde die Mensa der Polizeihochschule eingeweiht, im Moment wird sie erweitert. In der aktuell vorhandenen Containerlösung soll mit Beginn des neuen Schuljahres an der Oberschule wieder Essen ausgereicht werden.
2012 wurde die Mensa der Polizeihochschule eingeweiht, im Moment wird sie erweitert. In der aktuell vorhandenen Containerlösung soll mit Beginn des neuen Schuljahres an der Oberschule wieder Essen ausgereicht werden. © Archiv/Rolf Ullmann

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