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Post zieht bei Aldi ein

Aus dem ehemaligen Supermarkt wird ein Stützpunkt für die Zusteller der Deutschen Post. Jetzt wird umgebaut.

Von Sylvia Mende

Im ehemaligen Aldi-Markt tut sich etwas. Das ist deutlich zu sehen. Immer wieder stehen Firmenwagen von heimischen Handwerkern vor der Tür. Sie bauen den Supermarkt zu einem Zustellstützpunkt der Deutschen Post um. Ziel ist es, dass das Gebäude Mitte September an die Deutsche Post übergeben wird.

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In den frühen Morgenstunden kommen künftig die Briefe im Harthaer Zustellstützpunkt an. Hier werden die Sendungen sortiert und für die Touren der Zusteller in entsprechende Behälter gepackt. Foto: Felix Heyder/dpa
In den frühen Morgenstunden kommen künftig die Briefe im Harthaer Zustellstützpunkt an. Hier werden die Sendungen sortiert und für die Touren der Zusteller in entsprechende Behälter gepackt. Foto: Felix Heyder/dpa © picture alliance / dpa

Dann entsteht hier ein Zustellstützpunkt für die Zusteller von Leisnig, Hartha und Waldheim. „Das betrifft etwa 17 bis 18 Zustellbezirke“, sagte Manfred Haustein, Pressesprecher der Deutschen Post für Sachsen. Die Briefe und Pakete für diese Region werden in den frühen Morgenstunden von Leipzig direkt nach Hartha geliefert und dann in der Zentrale von den Zustellern sortiert und für die Touren fertiggemacht. „Die Sendungen kommen in entsprechende Behälter“, so Haustein. Bisher habe es einzelne Stützpunkte in Leisnig, Hartha und Waldheim gegeben. Die Lage sei teilweise nicht optimal, da sich die Stützpunkte über mehrere Ebenen erstrecken und so die Arbeit erschwert wird, so der Pressesprecher. Meistens befinden sich die Verteilerzentralen in alten Gebäuden.

„Mit dem Umzug in das neue Zustellzentrum an der Döbelner Straße verbessern sich für die Mitarbeiter die Arbeits- und Lebensbedingungen“, so Haustein. Er geht davon aus, dass der Zustellstützpunkt im Oktober in Betrieb genommen werden kann. Entschieden habe sich die Deutsche Post für das Objekt auch wegen der guten Lage in der Mitte der Städte Leisnig und Waldheim, die von Hartha aus gut zu erreichen sind. Der ehemalige Markt verfügt außerdem über ausreichend Park- und Abstellmöglichkeiten.

„Von außen ändert sich fast nichts. Nur die Fenster werden vergrößert und die Fassade bekommt einen neuen Anstrich“, sagte Projektleiter Klaus Bitzer von der Gewerbeimmobilien-Verwaltungsgesellschaft in Filderstadt. Dieses Unternehmen ist Eigentümer des Gebäudes und lässt es jetzt für den neuen Mieter entsprechend umbauen. Dafür wird der innere Bereich verändert. Die ehemalige Bäckerei- und Fleischer-Filiale wird für die Mitarbeiter der Post zu Sanitär- und Aufenthaltsräumen umgebaut.

„Es war nicht so einfach, das Gebäude am Immobilienmarkt zu platzieren. Deshalb sind wir froh, dass nun die Deutsche Post einzieht“, sagte Klaus Bitzer.

Der Aldi-Markt wurde Mitte der 1990er Jahre an der Döbelner Straße gebaut. Neben dem Supermarkt zogen Filialen einer Bäckerei und einer Fleischerei ein. Zehn Jahre später, im April 2008, schlossen die beiden Filialen wieder. Fleischermeister Rolf Friedrich aus Rochlitz begründete damals: „Der Mietvertrag läuft nun nach zehn Jahren aus. Ich werde nicht verlängern, da das Geschäft nicht den erhofften Umsatz gebracht hat.“ Auch Bäckermeisterin Heike Urban aus Mittweida schloss die Filiale aus Rentabilitätsgründen. Nur wenige Monate später kam dann das Aus für den Markt. Nur der Parkplatz wurde bisher von Besuchern des Neubaugebietes oder bei Großveranstaltungen in der HarthArena genutzt.