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VMS verschiebt die Preiserhöhung

Im Schnitt um vier Prozent sollten in Mittelsachsen die Preise im ÖPNV steigen. Ganz vom Tisch ist das Thema aber nicht.

Der Preis für die Tageskarte im VMS-Gebiet soll von 14 auf 15 Euro steigen, wenn die Verbandsmitglieder zustimmen. Die nächste Sitzung ist für den 26. Juni geplant.
Der Preis für die Tageskarte im VMS-Gebiet soll von 14 auf 15 Euro steigen, wenn die Verbandsmitglieder zustimmen. Die nächste Sitzung ist für den 26. Juni geplant. © Dietmar Thomas

Weil die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen am 3. April ausgefallen ist, ist die für 1. August angekündigte Tariferhöhung im Verbundgebiet zunächst verschoben. Darüber informierte VMS-Sprecher Frank Ester am Donnerstag.

„Wegen Corona fand keine Sitzung statt. Es wurde kein Beschluss gefasst“, lautete die Begründung. Wann die Erhöhung, die eine Steigerung der Preise im Schnitt von rund vier Prozent vorgesehen hatte, nun kommt, ist offen. Die nächste Verbandsversammlung ist für den 26. Juni geplant. An der geplanten Tarifanpassung werde jedoch festgehalten“, sagte Ester.

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Mehreinnahmen von 3,8 Prozent

Stimmt die Verbandsversammlung den Plänen in ihrer nächsten Sitzung zu, dann steigt unter anderem der Preis für die Tageskarte von 14 auf 15 Euro. Das Ticket für eine Einzelfahrt in Zone 3 würde 5,70 statt bisher 5,30 Euro kosten. Für die Wochenkarte, die im gesamten Verbundraum gilt, müssten 72,60 gezahlt werden. Bisher kostet die Wochenkarte 67 Euro. Der Preis der „kleinen“ Wochenkarte in Tarifzone 3 soll 50,50 Euro betragen. Bisher waren 46 Euro fällig.

„Damit würde der Verband Mehreinnahmen von 3,8 Prozent erzielen“, erklärte Falk Ester Anfang April auf Anfrage.

Doch nicht alle Preise sollten nach dem neuen Plan steigen. So ist bis 2022 der Preis von 48 Euro für das Junge-Leute-Ticket festgeschrieben. Gleichbleibende Preise gelten nach VMS-Informationen auch für das Ferienticket Sachsen (30 Euro), für das Azubi-Ticket-Sachsen (48 Euro), das Schüler-Freizeit-Ticket (10 Euro) und das Ferienticket (19 Euro). Sparen können ältere Menschen, so Falk Ester.

Das Seniorenticket könnte zwar mit 55 Euro um sechs Euro teurer werden, wenn der Verband dies so beschließt. Würde es aber mit einer Partnerkarte zu 29 Euro kombiniert, könnten die Nutzer deutlich günstiger unterwegs sein.

Mit den Mehreinnahmen durch die Tarifsteigerung sollen die gestiegenen Kosten gedeckt werden.

Noch kein Corona-Fall im VMS

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Derzeit fahren die Busunternehmen im VMS nach Ferien- oder Sonnabendfahrplan. Davon, dass in einem Unternehmen des Verbandes bereits einen Corona-Fall gegeben hat, ist Falk Ester nichts bekannt.

Die Frage, ob sich die Corona-Krise auf die Höhe der geplanten Tarifanpassung auswirken werde, antwortete der VMS-Sprecher mit „nein“.

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