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Pirna

Preissprung bei Kitas verhindert

Voriges Jahr stiegen in Müglitztal die Elternbeiträge um 15 Euro. Jetzt hätten es sogar 25 Euro sein sollen – das wäre ein Schock.

©  Symbolbild: dpa

Der Schock sitzt den Müglitztaler Eltern noch in den Knochen.

 Voriges Jahr waren die Krippengebühren um bis zu 14,63 Euro im Monat gestiegen. Für die Neun-Stunden-Betreuung zahlen sie aktuell 258,24 Euro. Das hätte nun deutlich mehr werden können. 

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Die aktuelle Betriebskostenabrechnung ergab eine monatliche Steigerung um 25,54 Euro. Dafür wurden zwar auch mehr Erzieher eingesetzt, doch ein solcher Anstieg ist unzumutbar, war der Verwaltung sofort klar. Sie schlug dem Gemeinderat deshalb eine Alternativrechnung vor.

Derzeit werden 23 Prozent der Betriebskosten auf die Eltern umgelegt. Das ist das per Gesetz maximal Mögliche. Bei 22 Prozent kommen immer noch rund 15 Euro raus, die die Eltern draufzahlen müssten. Bei 21 Prozent schließlich wären es noch 94 Cent. Dem stimmte dann auch der Gemeinderat zu. Beim Kindergarten sind es bei der Betreuung über neun Stunden ohne Ermäßigungen 77 Cent monatlich mehr, beim Hort maximal 41 Cent. Die neuen Beiträge gelten wieder ab 1. September.

Die Gemeinde kostet die Kinderbetreuung zwischen September und Dezember damit reichlich 3 000 Euro mehr. Das entsprechende Geld wird aus den 70 000 Euro finanziert, die jede sächsische Kommune drei Jahre lang erhält. Ab 2020 muss es aus dem neuen Haushalt genommen werden.

Nach den vielen Erhöhungen – neben den Kitagebühren unter anderem die Grundsteuer – sei der Kompromiss zu den Kitagebühren jetzt ein gutes Zeichen, sagte Dohnas Hauptamtsleiter den Müglitztaler Gemeinderäten in deren letzter Sitzung am Mittwoch. 

Dem neuen Gemeinderat gibt er eine Aufgabe mit: Nachdenken über die Förderung des Mittagessens in den Kitas. In Dohna beispielsweise zahlen Eltern eine Servicepauschale. Von Gesetzes wegen seien Kommunen nicht verpflichtet, Mittagessen anzubieten, sagte Werner. Daran will zwar keiner rütteln, doch man müsse mal darüber reden. 

Die Müglitztaler sind erst mal froh, dass sie den Eltern einen weiteren Schock ersparen. Noch vor einem Jahr hatten sie keine Chance. Inzwischen haben sich die Finanzen erholt. (SZ/sab)

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