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Prekäre Situation in Bächen und Flüssen

Die Gewässer-Pegel sind weiter gesunken. Die Grundwasserstände liegen inzwischen bis zu einem Meter unter den Normalwerten.

Die Weberschiffchen konnten am Sonntag auf der Lausur nur noch gerade so schwimmen.
Die Weberschiffchen konnten am Sonntag auf der Lausur nur noch gerade so schwimmen. ©  Rafael Sampedro

Für die Weberschiffchen reichte das Wasser in der Lausur am vergangenen Sonnabend gerade noch so. Der traditionelle Wettbewerb am Schissn-Wochenende in Großschönau konnte stattfinden. In dieser Woche hätten die kleinen Holzschiffchen wohl schon nicht mehr so gut schwimmen können.

Die Wasserstände in den Flüssen und Bächen der Region sinken und sinken: Inzwischen führen alle Fließgewässer der Region stark Niedrigwasser. Im Einzugsgebiet der Spree fließt nach Angaben aus dem Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nur noch ein Drittel der normalerweise üblichen Wassermenge, teilweise sogar nur noch ein Zehntel. Nicht viel besser sieht es in der Neiße und ihren Zuflüssen aus. Hier geben die Hydrologen Durchflussmengen zwischen 25 und 35 Prozent an. "Die aktuelle Niedrigwassersituation wird sich infolge des heißen und trockenen Wetters in den nächsten Tagen auch noch weiter verschärfen", sagt die Sprecherin des Landesamts, Karin Bernhardt. 

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Auch die Grundwassersituation hat sich mit der anhaltenden Trockenheit weiter verschärft. Aktuell unterschreiten die Grundwasserstände in der Region die langjährigen monatstypischen Mittelwerte um durchschnittlich einen halben Meter. Teilweise ist das Grundwasser bereits mehr als einen Meter unter die Normalwerte gesunken, in Lückendorf und Wittgendorf liegen die Pegel sogar zwei Meter unter normal.

Auch im Juni ist erneut weniger Regen gefallen, als das für den Monat üblich wäre. An der Messstelle in Görlitz wurden nur knapp zwei Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge registriert. Im Juli waren es bisher sogar nur 37 Prozent. Der Landkreis hat inzwischen sämtliche private Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen verboten. 

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