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Premiere für die Bürgermeisterin

Mit der Volksbank hat Ebersbach-Neugersdorf erstmals zum Neujahrsempfang geladen. Ein Gast freute sich besonders.

Von Romy Kühr

Manchmal lohnt es sich, in der Geschichte zu graben, bevor man einen Termin festlegt. Am 27. Januar 1929 gelang den Brüdern Sass – zwei bekannten Gaunern – ein spektakulärer Einbruch in den Tresorraum einer Berliner Bank. Immerhin ist dieses Datum also ein heikler Jahrestag für eine Bank. Die Volksbank in Neugersdorf öffnete an eben jenem Datum in dieser Woche dennoch am Abend ihre Türen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Ebersbach-Neugersdorf hatte das Kreditinstitut zum Neujahrsempfang eingeladen. Die Tresortüren blieben natürlich zu. Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) und Volksbankvorstand Wolfgang Zürn gaben aber andere Einblicke. Dabei ging es um das vergangene Jahr und das, was 2016 zu erwarten ist. Für manchen war auch eine Überraschung dabei.

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gute Ausblicke: Volksbank gibt Geld an Bismarckturm-Verein

Der Verein Team Bismarckturm Neugersdorf hat am Abend von Volksbankchef Wolfgang Zürn einen Scheck über 740,29 Euro überreicht bekommen. Das Geld stammt aus den Einnahmen vom Feuerzauber Ende 2015 in Neugersdorf. An der Veranstaltung beteiligt sich traditionell die Volksbank und spendet den Gewinn vom Glühweinverkauf an Vereine aus dem Ort. 500 Euro davon hatte zuvor bereits der Gewerbeverein Oberland erhalten, der den Feuerzauber als Veranstalter maßgeblich organisiert. Der Rest geht nun an die Turm-Leute. Sie können das Geld gut gebrauchen, wie Vereinsvorsitzender Volker Döring sagte: „Wir wollen die Summe für Reparaturen am Turm verwenden.“

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gutes Zusammenleben: Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen

Das Thema spaltet allerorts die Gesellschaft: Flüchtlinge in Sachsen. Umso mehr ist Bürgermeisterin Hergenröder stolz darauf, dass sich in Ebersbach-Neugersdorf eine Gruppe gefunden hat, die Asylbewerber ehrenamtlich unterstützt – und das schon seit etwa einem Jahr mit großem Engagement. Das reicht vom Deutschunterricht über die Betreuung der Kinder bis hin zur Fahrt zum Arzt. In der Oberlandstadt leben Flüchtlingsfamilien in der dezentralen Unterbringung in Wohnungen. Für die Unterstützung der Helfer bedankte sich die Bürgermeisterin ausdrücklich.

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mehr Leben im Oberland:

Stadt bringt viele Projekte auf den Weg

Die Oberland-Kaufhalle ist eines der Vorhaben, die Ebersbach-Neugersdorf im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. Die ersten Ideen sind ausgetauscht worden, dieses Jahr geht es ans Eingemachte: ein schlüssiges Konzept für den Begegnungsmarkt, der hier entstehen soll, muss erarbeitet werden. Örtliche Unternehmer sollen sich beteiligen, Interessenten dafür gibt es schon. Damit will die Stadt wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Wohngebiet Oberland schaffen – und einen Treffpunkt für die Bürger. Die Beteiligung der Einwohner am aktuellen Geschehen ist in Ebersbach-Neugersdorf beispielhaft. In regelmäßigen Bürgerstammtischen lässt die Verwaltung hinter die Kulissen blicken. Die Teilnahme am European Energy Award ist ein weiteres Projekt, das die Stadt fortführt. Dabei geht es auch darum, wie im Rathaus Energie gespart werden kann.

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ein schönes Stadtbild:

Firmen reißen ab und sanieren

Auch baulich hat sich viel getan, Unternehmer haben daran ihren Anteil: Ein altes Betriebsgelände an der Auenstraße ist verschönert worden. Der Betrieb Elektroanlagenbau hat hier alte Gebäude abgerissen. Auch ein Abriss von ebenfalls alten Hallen der Möbelfabrik OKA an der Polenzstraße verhilft zu einem besseren Stadtbild. An der Postkreuzung ist dank privater Initiative ein Wohn- und Geschäftshaus saniert worden und ein neues Restaurant hat dort eröffnet. Der Bauboom ist aber noch nicht vorbei. Demnächst will Unternehmer Ernst Lieb im Zentrum mit dem Bau von Wohnungen beginnen. Auch ein Wohnpark für ältere Menschen soll entstehen.