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Priestewitzer Preis für leidenschaftlichen Fußballer

Arndt Geißler wurde für seine ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Neue Vorschläge werden erwartet.

Von Catharina Karlshaus

Arndt Geißler nimmt die Würdigung an diesem Abend mit einem bescheidenen Lächeln entgegen. Der Gemeinderat aus Lenz erhält für sein ehrenamtliches Engagement einen Geldbetrag und darüber hinaus vor allem noch reichlich lobende Worte aus dem Mund von Bürgermeisterin Susann Frentzen (parteilos). Wenn die Auszeichnung einer verdient hätte, dann doch er, sind sich schließlich nicht nur die Mitglieder des SV Traktor Priestewitz sicher. Bereits als Schüler habe sich Geißler bei der damaligen Betriebssportgemeinschaft zum Fußballspielen angemeldet. 1956 war das und seitdem habe er dem Priestewitzer Verein die Treue gehalten: als Torwart der 1. Männermannschaft, als Kassierer der Sektion Fußball oder als Übungsleiter. Seit 2005 ist Arndt Geißler Mannschaftsleiter und kümmert sich dabei gewissermaßen um die vielen kleinen tausend Dinge. Die Liste seiner Verdienste, so Vereinsvorsitzender Adolf Noppes, ist lang. Kein Wunder also, dass dieses Mal die Wahl der Auszeichnung auf ihn fiel.

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Dabei: Zumindest was diese besondere Prämierung betrifft, sollte doch eigentlich alles ganz anders werden. Bereits im Jahr 2012 hatte die Priestewitzer Verwaltungschefin nämlich die Idee für einen Preis entwickelt, der Familienfreundlichkeit in der Gemeinde belohnen sollte. Der Gedanke stammte zwar nicht von Susann Frentzen persönlich. Aber für ihn als solches war die 34-Jährige damals so Feuer und Flamme, dass sie Anfang vergangenen Jahres alle Priestewitzer Vereine zu sich ins Rathaus einlud. Ideengeber ist im Übrigen die Stadt Leipzig, die bereits schon sechsmal einen Familienfreundlichkeitspreis vergeben hat. Vorausgegangen war stets eine Ausschreibung unter Vereinen, Verbänden und anderen Einrichtungen, die sich mit Projekten für Geldpreise sowie den Preis einer Kinderjury bewerben konnten. Fast einhundert Vorschläge von mehr als 250 Antragstellern gingen in Leipzig ein. Kindereinrichtungen, Freizeitzentren, Bürgerinitiativen, Einzelpersonen - sogar ein familienfreundliches griechisches Restaurant waren darunter. Eingereicht wurden die Projekte von Bürgern, die mit dieser oder jener Einrichtung gute Erfahrungen und besonders schöne Erlebnisse verbanden. Eine prima Sache, fand Susann Frentzen und wollte diese deshalb auch „irgendwie nach Priestewitz“ kopieren.

Herausgekommen ist der Ehrenamtspreis, der nach Jens-Uwe Hoffmann aus Kmehlen und Ursula Seidel aus Zottewitz nun eben Arndt Geißler bekommen hat. „Es kann jeder vorgeschlagen werden, der sich in irgend einer Art und Weise für unsere Gemeinde engagiert, der ehrenamtlich tätig ist und dafür persönliche Zeit und Kraft aufwendet“, ermuntert die Priestewitzer Bürgermeisterin. Und: Die Gelegenheit ist tatsächlich günstig. Im Frühsommer soll wieder ein Preis verliehen werden.