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Prinzessin Mathilde blüht wieder

Zur Saisoneröffnung im Wolfstal kamen nicht nur Einheimische. Für März hat sich sogar hoher Besuch angesagt.

Von Helene Krause

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Die roten Blüten der „Prinzessin Mathilde“ heben sich vom glänzenden dunkelgrünen Laub ab. Sie und die Blüten der großen weißen Kamelie „Alba Plena“ sind der Anlass, dass die Mitglieder des Heimatvereins Roßwein und ihre Gäste mit Sekt und Orangensaft auf die Eröffnung der 15. Saison im Wolfstal anstoßen.

Jedes Jahr im Januar wird mit dem Blühbeginn der Kamelien, besonders der „Alba Plena“ die Kameliensaison eröffnet. Mit einer Höhe und einer Breite von 6,50 Metern ist „Alba Plena“ mit ihren 200 Jahren die zweitälteste Kamelie jenseits der Alpen. Die großen roten Kamelien blühen etwas später. Sie stammen aus den 60er Jahren und ersetzen die beiden 100-jährigen Bäume, die bei dem damaligen Umbau kaputt gingen. Wie viel Blüten die Kamelien tragen, wurde noch nicht gezählt. „Dafür wäre der Aufwand zu groß“, sagt Martina Thiele. Sie ist die Vorsitzende des Heimatvereins Roßwein, der sich um das Kamelienhaus kümmert. Sie weist darauf hin, dass es hauptsächlich den Roßweinern Roswitha und Günther Hanisch zu verdanken ist, dass das Kamelienhaus nach der Schließung des Kinderheims erhalten blieb.„Von Zeit zu Zeit werden die Kamelien verschnitten“, erklärt sie. „Das ist aus pflegerischen Gründen nötig und weil eine Erweiterung des Gewächshauses zu teuer und zu aufwendig wäre.“ Das Geld für den Erhalt des Gewächshauses, der Pflanzen darin und allem, was dazugehört, kommt ausschließlich aus Spenden. Zur Freude der Kamelienfreunde überreicht Cornelie Brambor während der Eröffnungsfeier eine Spende von 300 Euro.

Neben den Kamelien gibt es auch Schautafeln zu sehen, die das Wolfstal und die Umgebung von Roßwein als Wandergebiet und das Naturbad Wolfstal zeigen.

Zur Eröffnung sind auch der stellvertretende Bürgermeister von Roßwein Peter Krause, die Chefin des Bauhofs Monika Weigel, der Stadtgärtner Ingolf Kirchstein, der sich um die Pflege der Kamelien kümmert, und Mitglieder des Mittelsächsischen Kamelienvereins gekommen. „Wir sind jedes Jahr zur Eröffnung hier“, sagt Heidi Ziener. Sie ist die Vorsitzende des Vereins. Mit ihr sind ihr Mann Edgar und Kathrin und Walter Liszt gekommen. Auch sie gehören zum Mittelsächsischen Kamelienverein. Alle wohnen in Radefels bei Leipzig. „Wir waren schon mit einer japanischen Delegation hier“, sagt Heidi Ziener und erklärt, dass sich für März eine Abordnung der Internationalen Kameliengesellschaft im Wolfstal angesagt hat. „Die Delegation besucht zu dieser Zeit Sachsen.“ Sie weist darauf hin, dass neben Königsbrück, Pillnitz, dem Landschloss Pirna Zuschendorf und dem Blindengarten in Radeberg das Wolfstal zu den fünf Kamelienstandorten Sachsens gehört.

Walter und Rosi Hohmuth aus Hirschfeld bei Siebenlehn haben in der Sächsischen Zeitung von der Eröffnung des Kamelienhauses gelesen. „Wir wollten uns die Kamelien ansehen“, sagt Walter Hohmuth. „Wir waren noch nicht hier.“

Vorerst haben sich nur die oberen Blüten der weißen Kamelie geöffnet. „Es könnten mehr Blüten sein“, meint Monika Thiele. „Aber das wird noch.“

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