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Pro Jugend wird zehn

Auch im Jahr des rundenGeburtstags kümmert sich der Verein um Clubs, Cliquen und Vereine. Außerdem sind viele Aktionen geplant.

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Von Domokos Szabó

Die Sozialarbeiter von Pro Jugend haben mal genau nachgerechnet: Mit seinen Angeboten erreicht der Freitaler Verein rund 70Jugendklubs und -gruppen im Weißeritzkreis. Damit wird 1400Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglicht – oder zumindest gibt es Hilfe dazu. „Interessant ist die Geschlechterverteilung“, sagt Sozialarbeiter Frank Thorausch. „1064Mitglieder dieser Gruppen und Klubs sind männlich und nur 370weiblich.“ Einen Grund dafür sieht Thorausch in der Abwanderung junger Frauen.

Wie auch immer: Die sogenannte mobile Jugendarbeit wird auch dieses Jahr fortgesetzt. Darum kümmern sich bei Pro Jugend neun Sozialarbeiter, die regelmäßig ihre Schützlinge aufsuchen. Bei Bedarf kann das bis zu ein- oder zweimal die Woche sein, andere, gut laufende Klubs bekommen dagegen seltener Besuch von Pro Jugend.

Jugendpolitisches Forum

Pro Jugend macht aber noch mehr: Im Laufe des Jahres wird es eine Reihe besonderer Aktionen geben. Eröffnet wird der Reigen am 15.März mit einem Jugendpolitischen Forum in der Tharandter Kuppelhalle. Dabei soll über die Zukunft der Jugendarbeit im fusionierten Großlandkreis nachgedacht werden – die Teilnehmer kommen aus dem Weißeritzkreis und der Sächsischen Schweiz. „Am Abend werden die Ergebnisse vor Kommunalpolitikern vorgestellt, danach steigt eine Party mit Überraschungsband“, sagt Sozialarbeiter Thomas Neumann.

Kreativwoche

Je 25Jugendliche aus Deutschland und Tschechien können in den Osterferien (24. bis 30.März) ihre Kreativität bei „Crea(k)tiv Grenzenlos“ in der Schmiedeberger Mittelschule unter Beweis stellen. Zum Programm gehört das Drehen eigener Videos ebenso wie die Gründung einer Band und ein Kurs für die Starköche der Zukunft. Ganz neu sind dieses Jahr eine Papierwerkstatt und ein Studio, in dem aus alten Klamotten ein modisches Outfit entsteht. 13- bis 17-Jährige können sich ab sofort bewerben. Sozialarbeiter Thomas Neumann: „Schnelles Kommen sichert gute Plätze.“ Kostenpunkt: 50Euro bis 100Euro (Unterstützer-Tarif).

Shuttle-Party

Einen ganzen Abend feiern – und zwischendurch immer wieder die Feierstätte wechseln: Die Shuttle-Party am 19.April macht’s möglich. Zwischen sechs bis sieben Freitaler Jugendklubs werden regelmäßig Busse fahren. Mit dabei sind dieses Jahr auch der Trabi-Club und der Jugendclub Pfaffengrund.

Geburtstagsfeier

Seit zehn Jahren betreibt Pro Jugend mobile Jugendarbeit. Grund genug, am 24.Mai im Seifersdorfer Bad zu feiern. Gast des Openairs ist die Band Krambambuli.

48-Stunden-Aktion

Nach der Premiere im vergangenen Jahr geht die 48-Stunden-Aktion in die zweite Runde. Die Grundidee: Jugendliche schaffen in der vorgegebenen Zeit etwas Bleibendes für ihre Stadt oder Gemeinde. „Einen Interessenten haben wir schon“, sagt Sozialarbeiterin Elke Stricker. Noch bleibt etwas Zeit, für die Veranstaltung am 30.Mai Werbung zu machen. Damit die jungen Leute nicht ganz ohne Startkapital dastehen, gibt es für jede Initiative rund 20Euro von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

www. 48h-sachsen.de

City-Parade

Die Freitaler Variante der Love Parade wird wieder im Rahmen des Windbergfestes, diesmal am 13.September, zu erleben sein. Rund zehn Trucks rollen dann durch die Stadt und bieten dem Partyvolk eine mobile Plattform.

Jugendmeile

Ein Zeichen setzen für Demokratie und Toleranz – das ist das Ziel der Jugendmeile, die am 20.September in Dipps stattfinden wird. Der Rahmen dafür ist ein buntes Fest mit Ständen, Diskussionsrunden, Graffiti-Wand und Feuerwehrübung. „Das Programm ist im Entstehen“, sagt Elke Stricker. Mit Sicherheit dürften dabei auch Tanzbegeisterte auf ihre Kosten kommen. Mit Blick auf den großen Erfolg im vergangenen Jahr ist eine Neuauflage des Tanzwettbewerbs vorgesehen.