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Probeschacht an der Kirche in Frauenhain

Die Untersuchung der sanierungsbedürftigen Kirche ergab, dass die Stützpfeiler maroder sind als bisher angenommen.

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Auf etwa einem Quadratmeter wurde an der Frauenhainer Kirche eine Probeschachtung gemacht. Sie soll Aufschluss darüber geben, mit welcher Methode die Mauern trocken gelegt werden. „Dabei wurde deutlich, dass die Stützpfeiler sehr marode sind und wahrscheinlich einige komplett ersetzt werden müssen“, sagt Walter Lechner, Pfarrer der Kirchgemeinde Frauenhain. Wie das Trocknen des feuchten Mauerwerks erfolgen soll, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Ende April beginnt die Sanierung der Kirche. Zuerst wird der Boden im Inneren herausgerissen und der Putz abgetragen. Die Kirchenbänke können während der Bauarbeiten in einer benachbarten Scheune gelagert werden, die eine Familie zur Verfügung stellt.

Gottesdienste werden verlegt

Gottesdienste sind dann nicht mehr in der Kirche möglich. Wahrscheinlich findet der letzte am 19. April dort statt. „Bis voraussichtlich Ende des Jahres halten wir im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft die Gottesdienste ab“, sagt Pfarrer Lechner. Dieser Raum befindet sich auf der Hauptstraße 26 in Frauenhain. Für größere Veranstaltungen müssen noch Ausweichräume gefunden werden. Eins steht bereits fest: Die Konfirmation am 7. Juni findet im Kirchgemeindezentrum Merzdorf statt. Für den ersten und zweiten Bauabschnitt der Kirchensanierung, also die Trockenlegung, Putzarbeiten und den Dachstuhl, sind rund 500000 Euro notwendig. Für Innenarbeiten an der Orgel, der Kanzel und dem Alter werden im dritten Abschnitt noch einmal knapp 300000 Euro gebraucht. Trotz vieler Spenden und Fördermitteln ist die Gesamtsumme noch nicht zusammen. Vom evangelischen Kirchbau Deutschland kam jetzt eine Zusage in Höhe von 15000 Euro. „Wir freuen uns darüber, auch wenn wir mehr erwartet haben, denn es wurden 40000 Euro beantragt“, so Walter Lechner. Julia Polony