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Probesitzen für die neue Veranstaltungshalle in der Messe Dresden

Im Ostragehege wird die Halle 1 als Ersatz für den Kulturpalast umgebaut. Dafür schreibt die Stadt jetzt neue Polsterstühle aus.

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Vor dem Büro von Messe-Chef Ulrich Finger stehen Stühle von 18 verschiedenen Firmen zum Probesitzen. Die Stadt Dresden hat die Vergabe der Stühle für das neue Tagungszentrum und für die Veranstaltungshalle ausgeschrieben. „Die Stühle müssen praktisch und dennoch bequem sein. Zudem sollten sie sich gut stapeln lassen“, sagt Finger. 600 neue Stühle werden bis zum Herbst für das neue Tagungszentrum und weitere 2000 bis 2400 für die Veranstaltungshalle benötigt.

Auch die Kosten für den Umbau der Messehalle 1 stehen noch nicht fest. Die Stadt will in den Kulturpalast einen klassischen Konzertsaal einbauen. Deshalb benötigt sie einen Ersatz für die leichte Muse. Gestern hat Finger die Akustik-Bureau-Dresden Ingenieurgesellschaft mbH mit entsprechenden Untersuchungen beauftragt. „Wir werden die Nachhallzeit messen und zusätzliche schallschluckende Maßnahmen vorschlagen“, erläutert Geschäftsführer Axel Roy.

Da die Halle auch weiterhin für Messen genutzt werden soll und die Kosten begrenzt sind, sei es irrig, anzunehmen, dass so der Kulturpalast ersetzt werden könne. Das schließe auch die Hallengröße aus. Bis Ende Juni soll das Akustikkonzept vorliegen. Ulrich Finger bereitet auf dieser Grundlage einen Vorschlag für den Stadtrat vor. Dieser muss dann über das Ausmaß der Umbauten beschließen. Das könnte im Herbst geschehen und der Umbau noch in diesem Jahr beginnen.

Bisher sind dafür 1,9 Millionen Euro eingeplant. Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) bezweifelt allerdings, dass diese Mittel ausreichen. (SZ/kle)