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Prohliser Frühstück wird deutschlandweit vorgestellt

Seit zehn Jahren treffen sich Bedürftige in der Kirche. Beim Kirchentag wird das zum Vorbild.

Jeden Mittwochvormittag kommen rund 30 Besucher zum Frühstück in den Jugendkeller der Prohliser Kirche in der Georg-Palitzsch-Straße zusammen. Für einen Euro lassen sich die bedürftigen Gäste vom Gemeindepädagogen Michael Sollfrank und der Ehrenamtlichen Waltraud Epperlein ein Frühstück auftischen. Das Essen stammt zum großen Teil von der Dresdner Tafel. Auch die Stadtmission der Diakonie trägt dazu bei.

Dieses Prohliser Frühstück gibt es inzwischen seit zehn Jahren. Es hat sich inzwischen zu einem wichtigen Treffen für viele Teilnehmer entwickelt. Sie tragen dabei inzwischen auch Tischtennisturniere im Nebenraum aus.

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Zum Jubiläum gab es vorige Woche ein besonders festlich hergerichtetes Frühstück. Und es kamen über 40 Teilnehmer, so viele wie nie zuvor. Als Überraschung hatten die Veranstalter zusätzlich eine zweistündige Stadtrundfahrt mit einem Bus organisiert.

Die Einrichtung hat schon Vorbildcharakter bekommen. In der Johanneskirchgemeinde in Johannstadt und Striesen und der Radebeuler Friedenskirchgemeinde wurden inzwischen ähnliche Angebote eingeführt.

Beim Evangelischen Kirchentag Anfang Juni soll das Prohliser Frühstück auch für Teilnehmer aus ganz Deutschland als erfolgreiches Modell vorgestellt werden. Die Prohliser Kirche wird bei der Veranstaltung zum Zentrum der Neubaukirchen aus ganz Sachsen. Dabei stellen auch Gemeinden, etwa aus Gorbitz, Bautzen-Gesundbrunnen oder der Dietrich-Bonhoeffer-Siedlung in Chemnitz ihre besonderen Projekte vor – also alle aus wenige Jahrzehnte alten Plattenbauvierteln.

Die Prohliser präsentieren bei der Gelegenheit auch ihre Arbeit mit Aussiedlern. Sie erhalten Hilfe zur Integration und gesonderte Gebetszeiten. Stefan Rössel