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Von „Freu... Göt... Toch“ erklang nur jede vierte Silbe

Wieder demonstrierten freie Künstler für Hilfe von Land und Bund. Sachsens Ministerpräsident kündigte Unterstützung an – die aber nicht unendlich sei.

Von Bernd Klempnow
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Demonstration mit ernstem Hintergrund inmitten eines Idylls: Zum dritten Mal trafen sich freie Künstler am Dresdner Elbufer, um Hilfe einzufordern.
Demonstration mit ernstem Hintergrund inmitten eines Idylls: Zum dritten Mal trafen sich freie Künstler am Dresdner Elbufer, um Hilfe einzufordern. © Matthias Rietschel

Dresden. Sie mögen wie viele seit elf Wochen in der Zwangspause sein, aber untätig sind sie nicht, sondern kreativ: Wieder trafen sich freischaffende Künstler und Konzertveranstalter am Mittwoch am Dresdner Elbufer, um als sogenannte „Stumme Künstler“ auf ihre Situation hinzuweisen: Nahezu hundertprozentige Einnahmeverluste, die nicht ausgeglichen werden können, sowie die fehlende Perspektive, weil mit den aktuellen Hygieneregeln Kunst und Kultur nicht gut und auch nicht wirtschaftlich auf die Bühne zu bringen seien. Und sie fanden eine originelle Umsetzung, wie das ist, wenn nur jeder 4. oder 5. Stuhl in Häusern und Sälen aus Sicherheitsgründen besetzt werden kann: Die über hundert Künstler, darunter solche prominenten wie Schauspieler Tom Pauls, Comedian Olaf Schubert und Kabarettist Philipp Schaller sowie die Bands The Firebirds und Medlz, stimmten Beethovens Schlusschor der neunten Sinfonie an, die „Ode an die Freude“. Allerdings sangen sie analog zu den wenigen zu besetzenden Stühlen nur jede vierte Silbe der populären Weise. Das ging anfangs schwer über die Lippen, dann immer besser: „Freu... Göt... Toch... ly... wir... feu... Himm... Hei... Dei... bin... was... streng... al... wer... wo... Flügelt weilt.“

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