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Protest mit Luftballons

Die Kritik am schlechten Zustand des Gymnasiums Plauen hält an. Schüler starten nun eine neue Aktion. Es ist ihre letzte.

Von Annechristin Kleppisch

85 Schüler aus dem Gymnasium Plauen unternehmen jetzt einen letzten Versuch, um auf den schlechten Zustand ihrer Schule aufmerksam zu machen. Zum sogenannten „Abistreich“ wollen sie 600 Luftballons mit Wunschkarten in den Himmel steigen lassen. „Ziel ist, dass unsere Mitschüler bessere Lernbedingungen erhalten und wir vielleicht in einigen Jahren in eine sanierte Schule zum Jahrgangstreffen zurückkehren können“, sagt Schülerin Katharina Neumann.

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Schon lange kritisieren Lehrer, Schüler und Eltern den schlechten Zustand des Gymnasiums. Geld für eine Komplettsanierung hat die Stadt nicht in ihrem Haushalt eingeplant. Doch Unfälle und kaputte Stellen häufen sich. So fiel ein Waschbecken von der Wand, eine Lehrerin stürzte über den welligen Bodenbelag, Putz fiel von der Decke in einem der Klassenzimmer oder Wände haben Risse. Auch brannten Steckdosen durch. Viele Male haben die Eltern und Lehrer auf die Missstände aufmerksam gemacht. Zuletzt protestierten sie zusammen mit den Kindern vor der Stadtratssitzung und organisierten eine Menschenkette um das Schulgebäude.

Die Stadt sieht dennoch keinen Grund zu handeln. Eine Expertengruppe hat das Gebäude besichtigt und keine Sicherheitsmängel für die Lehrer und Schüler festgestellt. Kleine Mängel werden ausgebessert. Zudem soll die Schule erweitert werden, damit künftig noch mehr Schüler in Plauen lernen können. Die Plauener sind damit nicht einverstanden. Sie wollen weiter protestieren, wie mit den Luftballons. Die sollen am 12. Juni, um 10.15 Uhr, in den Himmel steigen. Zuvor wollen sich die Abiturienten von der Schule, ihrer Schulzeit und den Lehrern verabschieden.