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Protestmarsch gegen Nochten II geplant

Am 27. April wird von Schleife und Mulkwitz nach Rohne gewandert. Die Dörfer sollen abgebaggert werden.

Von Andreas Kirschke

Für die zwischen der Gemeinde Schleife und dem Bergbauunternehmen Vattenfall erzielten Verhandlungsergebnisse für einen neuen Grundlagenvertrag in Bezug auf den Bergbau in der Region und die daraus resultierende Entwicklung der betroffenen Gemeinden liegt noch kein unterschriftsreifer Vertragsentwurf vor. „Das ist nicht hinzunehmen“, sagt Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork (CDU) im Gemeinderat. „Wir haben seit 2009 diesen Vertrag vorbereitet. Die betroffenen Bürger haben ein Recht darauf, dass in ihrem Sinne die Beauftragung eines geeigneten Rechtsanwaltsbüros geschieht.“

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1 700 Menschen müssen umsiedeln

Wie es derzeit um die Verträge zwischen Vattenfall sowie Schleife, Trebendorf und Mühlrose bestellt ist, darüber soll am 29. April, um 18 Uhr, im Sorbischen Kulturzentrum Schleife informiert werden. Zugleich geht es um die Planungen der Gemeinde Schleife. Dort erfahren die Einwohner auch Aktuelles zur zentralen Abwasserentsorgung in Schleife. „Viele Fragen der Einwohner sind erwünscht“, sagt Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork in der Sitzung des Gemeinderats.

Zwei Tage zuvor, am 27. April, um 14 Uhr, lädt das Initiativbündnis „Strukturwandel jetzt – Kein Nochten II“ zu einer Protestwanderung ein. Sie startet am Bahnhof Schleife und von Mulkwitz, Dorfstraße, Spielplatz aus. Beide Demonstrationszüge ziehen nach Rohne, Spremberger Weg, und treffen dort aufeinander.

„Mehrere Redner nehmen zum Thema Braunkohle Stellung“, kündigt Mitorganisatorin Edith Penk aus Rohne an. Das Motto lautet „Heilig sind uns unsere Fluren und Dörfer“. Aufgrund der geplanten Abbaggerung von Rohne, Mulkwitz, Schleife-Süd, Mühlrose, Klein-Trebendorf und Trebendorf-Hinterberg ruft das Bündnis zum Protest auf. 1 700 Menschen sind von der Umsiedlung wegen des Tagebaus Nochten II bedroht. Das Staatsministerium hatte jüngst der Erweiterung zugestimmt.