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Prozess wegen versuchten Polizisten-Mordes

Dresden. Wegen versuchten Mordes an einem Polizisten muss sich seit Freitag ein 22-Jähriger vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Er soll den Beamten 2007 in Riesa niedergeschossen haben, um der Festnahme zu entgehen.

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Dresden. Wegen versuchten Mordes an einem Polizisten muss sich seit Freitag ein 22-Jähriger vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Er soll den Beamten 2007 in Riesa niedergeschossen haben, um der Festnahme zu entgehen. Der Polizist und sein Kollege hatten ihn und einen Komplizen auf einem Firmengelände bei einem Einbruch ertappt. Die beiden waren dabei, einen zuvor aus einem Büro geworfenen Tresor gewaltsam zu öffnen.

Der 52-jährige Beamte sagte aus, bei der Festnahme sei es dem Angeklagten gelungen, ihm die Dienstwaffe abzunehmen. In der Folge sei er durch einen Schuss schwer verletzt worden. Der Täter habe gerufen: „Dich knalle ich ab.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen sei es gelungen, den Angeklagten zu überwältigen. „Wir hatten Glück, weil sich eine Patrone im Lauf verklemmt hatte“, so der Polizist.

Der Angeklagte stand zur Tatzeit unter Bewährung. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Er gestand den Einbruch, zum Vorwurf des Mordversuchs machte er keine Angaben. Das Urteil wird Anfang Juni erwartet. (lr)